Zeitung Heute : Der Dreh mit den Büchern

Thomas Fischer hat für Nils Holger Moormann ein pfiffiges Regal entworfen

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Bücherfreunde kennen das Problem – die Berge der Taschenbücher wachsen oft schneller als man lesen kann, das Taschenbuch ist ein beliebtes Geschenk geworden – und so werden es immer mehr. Wohin damit? Darüber haben sich schon viele Designer ihren kreativen Kopf zerbrochen. Meistens landen die Bücher dann in Regalen der unterschiedlichsten Art. Thomas Fischer hat sich lieber am Ursprung orientiert, an den Verkaufsständern in den Buchhandlungen. Die meist aus transparentem Kunststoff gefertigten Ständer oder Büchertürme sehen nicht gerade sehr schön aus, aber sie bringen viele Bücher auf engstem Raum unter. Wenn der Raum knapp ist, muss sich Thomas Fischer (für Nils Holger Moormann) gesagt haben, dann muss ich in die Höhe gehen, genau so, wie die Hochhäuser auf teurem Grund. Folge des Grübelns war das Regal „Buchstabler“, das nur so ähnlich klingt wie Hochstapler. Die Grundfläche misst 33 mal 33 Zentimeter Das Regal wird aus Platten gesteckt, ein Draht gibt den Büchern seitlich Halt und ein Seilzug, der senkrecht durch das Regal führt, hält die Konstruktion zusammen. Die Regalböden sind einen Zentimeter dick und kaum sichtbar, wenn das Regal voll beladen ist. Die Bücher kommen voll zur Geltung 25 Taschenbücher durchschnittlicher Dicke passen auf eine Ebene. Der Buchstapler lässt sich auch später noch aufstocken und ist drehbar.

Damit die Konstruktion stabil bleibt, ist der Fuß aus Zementguss gefertigt und grau gefärbt, zwei Stärken sind lieferbar, je nach Höhe des Regals. Dank seiner geringen Grundfläche lässt sich der Buchstapler auch gut in einer Ecke unterbringen, wo er nicht so sehr auffällt und dennoch ein Zeichen setzt. Tsp

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