Zeitung Heute : Der Duft-Pass

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Irgendwann einmal, vielleicht im Jahr 2020, wird der Mensch auch am Duft erkennbar sein. Der Grenzkontrollroboter schnuppert dann kurz an seinem Hals – denn der Eigengeruch des Menschen ist unveränderlich, egal, ob man sich Monate nicht gewaschen oder flaschenweise Parfüm aufgetragen hat. Er ist genetisch bedingt und wird vom „MHC“, dem „Majorhistocompability"-Komplex bestimmt, eine Einrichtung des Körpers, mit der das Immunsystem zwischen „selbst" und „fremd" unterscheidet. Produziert wird er von den Talgdrüsen, die Steroide absondern; Mikroorganismen auf der Haut verwandeln sie dann in Duftstoffe. Im Institut für Physikalische Chemie der Uni Tübingen tüfteln Forscher schon an einer Art „elektronischer Nase", mit der der Roboter „Arthur“ Gase orten soll. Aber bis zur Nutzung des Eigengeruchs für die biometrische Identifikation ist es noch weit. Einzelne Substanzen kann Arthur zwar bereits orten. Aber bei der Unterscheidung von Weinen vertut er sich noch.aml

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