Zeitung Heute : Der Fernreise-Typ hat drei Gesichter

faf

Wer eine Fernreise unternimmt, verfügt in der Regel über mehr Geld, hat eine höhere Bildung und ist älter als der durchschnittliche Urlauber. Dies ermittelte die Hapag Touristik Union (HTU), Deutschlands größter Reisekonzern, als Basiskriterien für den typischen deutschen Fernreisenden, der sich darüber hinaus in drei Kategorien unterteilen lässt: Den neugierigen, weltoffenen und wissbegierigen Reisenden, der das Land seiner Wahl am liebsten auf eigene Faust entdeckt und stark an Kontakten zu den Einheimischen interessiert ist. Diesem Urlaubertyp, der praktisch zu jeder Jahreszeit unterwegs sei, gehörten 30 Prozent aller Fernreisenden an.

Etwa den gleichen Anteil stellen die Urlauber, die ausschließlich Sonne, Strand und Erholung im Sinn haben. Die sozialen Kontakte beschränkten sich auf gleichgesinnte Hotelgäste; an der Kultur oder den Bewohnern des Landes bestehe kaum Interesse. Außerdem hielten sich diese Urlauber am liebsten in ihrer - vorzugsweise luxuriösen - Hotelanlage auf.

Die dritte und mit 37 Prozent größte Gruppe entspricht einer Kombination aus den beiden anderen Fernreise-Typen: Nach anfänglicher Entspannung am Strand wendeten sich diese Urlauber auf Ausflügen und Rundreisen später auch den Sehenswürdigkeiten zu.

Die beliebtesten Fernziele der Deutschen, so HTU-Sprecher Günter Ihlau, seien USA und Kanada, die vier von zehn Urlaubern besuchten, sowie Ostasien und der pazifische Raum, wohin es jeden Fünften ziehe. Insgesamt werde die Zahl der Fernreisenden 1999 auf 5,3 Millionen ansteigen, fast eine halbe Million mehr als im Jahr zuvor.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar