Der G-8-Gipfel : Teilnehmer, Themen und Traditionen

Die G 8 sind ein loser Verbund führender Industrienationen. Das erste Treffen gab es 1975 im französischen Schloss Rambouillet auf Initiative des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und des französischen

Präsidenten Valery Giscard d’Estaing. Allerdings waren damals nur Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, Japan und

Italien vertreten. Später kam noch Kanada hinzu und 1998 Russland. Diese Staaten bilden die G 8. Sie stellen 13 Prozent der Weltbevölkerung und verfügen über 58 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Doch sie bleiben nicht unter sich. Regelmäßig nehmen auch Vertreter der

Europäischen Union teil. Seit 2007 sind zudem die großen Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika (G 5) bei den Treffen dabei. Sie sitzen am Donnerstag mit am Tisch. Auch aus Angola, Algerien, Nigeria, Senegal und Äthiopien werden Staats- und Regierungschefs erwartet. Außerdem wird der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi anwesend sein – in seiner Funktion als Präsident der Afrikanischen Union (AU). Sondergäste des Gipfels sind die Regierungschefs aus den Niederlanden, Spanien und der Türkei sowie aus Australien, Südkorea, Indonesien und Dänemark. Außerdem werden neben der EU und der AU Vertreter

folgender Organisationen dabei sein: UN, WTO, Weltbank, IWF, OECD, Internationale Energieagentur und Internationale Arbeitsorganisation. Austragungsort des Gipfels ist L’Aquila in Italien. In der Region rund um den Gipfelort kamen im April bei einem schweren Erdbeben 296 Menschen ums Leben, zehntausende sind bis heute obdachlos, auch kommt es regelmäßig zu neuen Erdstößen. Schwerpunktthemen des Gipfels sind Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie Klima-, Entwicklungs- und Gesundheitspolitik. Tsp

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