Zeitung Heute : Der halbe Arne Friedrich Marcel Reif blickt täglich auf die Spiele voraus

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Jetzt wüsste man schon mal ganz gerne, ob das Glas nun halb voll oder halb leer ist. Ist überhaupt etwas drin, und wenn, reicht das nicht nur für Costa Rica, sondern auch gegen Polen? Eigentlich müsste man sagen, ja. Polens Fußball derzeit ist chaotisch, wie es chaotischer nicht mehr geht. Was Trainer Janas mit seinen Spielern anstellt, also mit denen, die er nicht nominiert hat, gut, das kann man machen. Aber wäre es nicht vernünftiger und kürzer, gleich zu kündigen? Sie sind mehr als angeschlagen nach der Auftaktniederlage, sie hocken schon am Boden – und ich sehe kein Potenzial dafür, dass sie sich noch einmal berappeln können.

Und gegen die muss man jetzt gewinnen, dann hat man Ruhe im deutschen Lager. Gut, Ekuador wird mit großer Wahrscheinlichkeit Costa Rica zeigen, dass es auch bei den vermeintlich Kleinen erhebliche Größenunterschiede gibt. Und dann gibt es am Ende ein Endspiel um Gruppenplatz eins zwischen den Deutschen und Ekuador. Aber wie erst einmal den Polen beikommen? Ballack wird mitspielen, Borowski auf der Bank Platz nehmen, so weit, so gut, das ist außer für Borowski von geringer Tragweite. Was aber hinten tun, genau, mit Arne Friedrich? Der hat keine gute Saison gespielt mit der Hertha, der hat keine gute Vorbereitung gespielt, der hat zweimal das Abseits abseitig interpretiert. Also muss er raus. Einerseits. Andererseits ist er dann für den Rest des Turniers wohl verloren. Eine personelle Alternative hat Klinsmann nicht dabei, er müsste umbauen. Frings oder Schneider könnten auf der Position spielen, das wollen die aber nicht. Lahm könnte nach rechts rücken und Jansen Lahms Posten übernehmen. Damit würde sich Klinsmann keine Freunde machen, weil doch Lahm von links so schön nach rechts ziehen kann, wie gehabt gegen Costa Rica. Also doch Friedrich? Was ist jetzt nun? Halb voll, halb leer?

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