Zeitung Heute : Der kleine Knigge für Messegänger - Erstmal aus der Ferne beobachten

Lovisa Camp

Schlabber-Jeans oder dunkler Anzug? Turn- oder Stöckelschuhe? Wer auf der bonding-Messe Kontakte knüpfen möchte, kommt nicht umhin, einen tiefen Blick in seinen Kleiderschrank zu werfen. Der Messegänger sollte sich dem Anlass entsprechend im Business-look präsentieren, aber nicht übertreiben. Schließlich findet die Kontaktmesse an der Uni statt. Zwar legen junge Software-Unternehmen häufig keinen großen Wert auf Äußerlichkeiten. Will der Messegänger aber auch mit arrivierten Firmen sprechen, ist etwas Gediegenes angesagt. Der Touch des Geschäftlichen signalisiert: Es ist mir ernst, und ich habe mich vorbereitet. Nicht nur die Kleidung entscheidet darüber, wie erfolgreich die Gespräche verlaufen. Mit ein bisschen Taktik lässt sich die Situation besser meistern.

Stottern und Unbeholfenheit am Stand der Firma, bei der man unbedingt in den Beruf starten möchte? Das kann der Messegänger vermeiden, indem er das Auftreten, die Rhetorik und Fragestrategie an einem nicht so interessanten Unternehmen übt. Die gewonnene Sicherheit hilft dann, wenn es wirklich ernst wird.

Der gute Beobachter kann schon aus der Ferne Informationen über ein Unternehmen sammeln. Kommandiert der Personalchef sein Team herum? Helfen die Mitarbeiter sich gegenseitig? Werden Interessenten als Bittsteller behandelt? Wer aufmerksam schaut und zuhört, wird viel über den Stil der möglichen Arbeitgeber erfahren.

Der Kontakt am Stand - endlich ist es soweit. Jetzt hat die Messegängerin oder der Messegänger die Chance, ihre oder seine Genialität unter Beweis zu stellen. Oder eine Nummer kleiner: Er oder sie kann zeigen, welche Qualifikationen da sind und Fragen loswerden. Reibungslos wird es laufen, wenn der Messegänger sich Einstiegssätze überlegt hat und anhand eines Lebenslaufes die Fakten klärt. Fragen an das Unternehmen schon vorab durchdenken! Werden mehrere Firmen kontaktiert, kann der Messegänger sich bei den Antworten ruhig Notizen machen, um später vergleichen zu können! Die Kontaktperson sollte mit Namen angesprochen und am Schluss um eine Visitenkarte gebeten werden. Von nun an hat der Messegänger einen persönlichen Ansprechpartner in der Firma.

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