Zeitung Heute : DER KLIMAWANDEL – EIN SICHERHEITSRISIKO

Klimaflüchtlinge überrennen Europa, politische Krisen gefährden die Energiesicherheit, Anbauflächen vertrocknen. Die globale Erwärmung hat Folgen für die Sicherheit Europas. Dürreperioden, Flutkatastrophen, Wasserknappheit schwächen bereits instabile Regionen. Der Druck auf die europäischen Außengrenzen werde zunehmen, heißt es in einer Studie der EU. „Die Risiken des Klimawandels sind real, die Auswirkungen bereits heute zu spüren.“ In Nordafrika und der Sahelzone ist ein Verlust von 75 Prozent der nutzbaren Landfläche zu befürchten. Im Nildelta sind fünf Millionen Menschen von der Versalzung der Ackerflächen betroffen. Die Wassersysteme im Mittleren Osten sind heillos überfordert. Zwei Drittel der arabischen Welt sind abhängig von externer Wasserversorgung. „Wasserkonflikte gefährden die politische Stabilität mit schädlichen Folgen für Europas Energiesicherheit“, prognostizieren die Autoren. Küstenstaaten fürchten um ihre Wirtschaftskraft. Polkappen und Gletscher schmelzen, extreme Wetterereignisse werden häufiger, der Meeresspiegel steigt. „In Küstenzonen lebt ein Fünftel der Weltbevölkerung. Die Zunahme von Naturkatastrophen bedroht die wirtschaftlichen Aussichten dieser Regionen.“ Fast zwei Milliarden Menschen leben an den fragilen Ufern Chinas und Indiens, Regionen mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung für Europa. Auch in der Arktis werden „Konflikte um Ressourcen angeheizt“. Das Auftauen der Eisfläche in der Arktis eröffnet alternative Handelsrouten, der Zugang zu Öl- und Gasreserven wird erleichtert. Neue geostrategische Entwicklungen und Territorialansprüche könnten nachhaltige Folgen für die internationale Stabilität und die Sicherheit Europas haben. „Der Klimawandel ist ein Schlüsselfeld der internationalen Politik geworden.“ glo

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