Zeitung Heute : Der Kreisel kommt ins Trudeln

Abreißen oder sanieren – das Parlament entscheidet in Kürze. Machen Sie mit bei unserer Online-Abstimmung

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Er gehört mit den Treptowers zu den höchsten Bürohäusern Berlins: Der in den 70er Jahren errichtete Steglitzer Kreisel. Doch die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Asbestsanierung, Um- oder Neubau sind unabdingbar und kosten rund 70 Millionen Euro.

Spätestens Ende 2007 muss das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf das Rathaus in der Schloßstraße räumen. Das Asbest-Risiko ist zu hoch. Der Bezirk richtet sich auf provisorische Unterkünfte ein, möchte das Hochhaus nach der Sanierung wegen der verkehrsgünstigen Lage wieder nutzen.

SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin aber will kein Geld mehr in das landeseigene Gebäude stecken: Er ist für Verkauf oder Abriss. Anders sieht es der Miteigentümer des Grundstücks, die Firma Becker & Kries. Ihr gehört der Flachbau des Kreisels, der schon vor einigen Jahren vom Asbest befreit wurde. Becker & Kries hat angeboten, auch das Hochhaus zu erwerben, auf eigene Kosten zu sanieren und zu modernisieren – um es dann ans Land Berlin als Rathaus zu vermieten. Das Abgeordnetenhaus will in Kürze entscheiden, wie es weitergehen soll. C. v. L.

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