Zeitung Heute : Der lange Treck zum Western Esther Kogelboom wünscht Figo ein paar gute Drehbücher

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Klar, dass wir die Portugiesen heute auf den vierten Platz verweisen. Und Luis Figo, der mit zunehmendem Alter John Travolta immer ähnlicher wird, wird richtig traurig aussehen – was ihm ja nicht unbedingt schlecht steht.

Seine glanzvolle Karriere als Fußballer ist bald vorbei, doch seine Karriere als portugiesischer Halbgott wird Fahrt aufnehmen. Denn die ersten Italo-Western-Regisseure sollen bereits auf ihn aufmerksam geworden sein: Dieses Schmachtvolle, das Feuer im Blick, dieses Kinn … eine Kombination, die man sonst nur von den superharten Cowboys aus den Spaghetti-Western kennt. Klar, dass ein Mann, der auf dem Platz Beidfüßer ist, beidhändig über Kreuz die Pistolen aus dem Halfter zieht und in der Canyon-Pappkulisse mit einer Knarre in jeder Hand schießt. Quer natürlich. Eine Idealbesetzung – obwohl Figo Portugiese ist.

Dieser Mann hat echte Starqualitäten. Schade, dass er bald schon mit seiner Frau, einem schwedischen Model, in ihre Heimat zieht – was will er da überhaupt? Ist er womöglich Fan von Lee Hazlewood? Der hat nämlich einst das bizarre Lied „Cowboy in Sweden“ gesungen. Womöglich ein erster Hinweis.

Hoffentlich bekommt Luis Figo ein paar schmissige Drehbücher geschickt. Dieses Gesicht schreit nach großer Leinwand und schweren Samtvorhängen. Je trauriger es aussieht, desto lauter.

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