Zeitung Heute : Der Louvre auf DVD: Monas digitales Lächeln

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Ende des 12. Jahrhunderts ließ der französische König Philipp II. August außerhalb der Hauptstadt Paris - gegenüber dem alten Königspalast - eine Burg mit dem Namen Louvre errichten. Diese Königsfestung beherbergt die seit dem 18. Jahrhundert bedeutendste Kunstsammlung und ist heute eines der meistbesuchten Museen der Welt. Obwohl der Besuch des Louvre sich nicht durch das Betrachten von Katalogbildern ersetzen lässt, hat der Software-Publisher systhema den Versuch gewagt, Flair und Inhalt des Museums auf einer Silberscheibe multimedial zu präsentieren.

Eine quälende Frage für Louvre-Besucher ist: Wo anfangen? Die DVD schafft mit vier Eckpunkten eine gewisse Ordnung. Am PC lässt sich entscheiden, ob es die in Videosequenzen erzählte Geschichte des Louvre sein soll oder zuerst der kommentierte, virtuelle Rundgang. Zudem ist der Stichpunkt "Sammlung" nach wichtigsten Kunststilen und Länderregionen unterteilt. Die Betrachtung von Kunstwerken mit der Lupenfunktion offenbart die winzigen Details in den Skulpturen von Michelangelo oder fließende Farbverläufe in alten Gemälden von Rembrandt oder da Vinci, ein Maßstabsraster hilft bei der räumlichen Orientierung. In die Auswahl kamen knapp 1000 Exponate, was nur einen kleineren Teil des Bestandes ausmacht. Der virtuelle Rundgang durch die Säle, versehen mit informativen Kommentaren, macht beinahe den Besuch dieses Museums vor Ort überflüssig. Die DVD rundet ein knappes Lexikon und ein Album ab, mit dem Kunstfreunde ihren "Louvre"-Rundgang selbst gestalten können.

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