Zeitung Heute : Der Mazda 6 folgt dem 626

Ingo Dahlern

Mit "Platz da für Mazda" waren sie schon bald nach dem Start auf dem europäischen Markt einer der erfolgreichsten japanischen Importeure auf dem deutschen Markt. Insbesondere die beiden Baureihen 323 und 626 wurden schnell zu einem Begriff. Aber das ist Geschichte. Zwar gibt es beide Baureihen auch heute noch. Doch gemessen an den Erfolgen der früheren Generationen spielen sie bei uns heute sehr viel bescheidenere Rollen. Das soll sich in Zukunft ändern. Und zwar mit einer völlig neu entwickeltern besonders dynamischen Mittelklassebaureihe, die als Mazda 6 verlorenes Terrain zurückerobern soll. In Tokio erlebte der Mazda 6 jetzt seine Weltpremiere.

4,67 Meter lang, 1,78 Meter breit und knapp 1,44 Meter hoch ist das neue Mittelklassemodell, das mit einem Radstand von 2,67 Meter antritt und fünf Personen bequemen Platz bieten soll. Angeboten wird der neue Mazda 6 in drei Karosserievarianten - als klassisch elegante Limousine mit Stufenheck, als sportliche Fließheck-Version und als besonders vielseitige und geräumige Kombi-Variante. Sowohl die Fließheck- als auch die Kombiversionen zeichnen sich durch einen variablen Laderaum aus, bei dem Mazda interessante neue Akzente setzt. Denn nur ein Knopfdruck genügt, um die Rücksitzpolster im Boden verschwinden zu lassen, so dass sich ein durchgehendes Ladeabteil mit einem völlig ebenen Boden präsentiert. Und da die Sitze asymmetrisch geteilt und getrennt umklappbar sind, kann man sich seinen Laderaum ganz nach Bedarf gestalten. Einen wichtigen Beitrag zu einem besonders großen Ladeabteil leistet die Hinterachskonstruktion, deren Feder-Dämpfer-Kombinationen besonders flach und kompakt sind.

Der Mazda 6 steht auf einer neu entwickelten Plattform mit vergleichsweise breiter Spur und niedrigem Schwerpunkt. Bei der Vorderachse setzt man auf doppelte vordere Dreieckslenker, bei der Hinterachse auf eine aufwändige Mehrlenkerkonstruktion. In Verbindung mit einer extrem torsionsteifen Karosserie soll der neue Mazda 6 sich durch eine sehr gute Straßenlage und hohe Fahrdynamik auszeichnen. Die Bremsen, Scheiben rundum, arbeiten mit einem ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und einem Bremsassistenten zusammen. Und in extremen Fahrsituationen sorgt eine Fahrdynamikregelung dafür, dass das Auto auf Kurs bleibt.

Kraftquelle für den Mazda 6 sind neben bewährten 1,8- und 2,0-Liter-Benzinern ein völlig neu entwickelter 2,3-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 122 kW (165 PS) und variabler Ventilsteuerung und zwei moderne 2,0-Liter-Common-Rail-Turbodiesel mit 88 und 100 kW (120 und 136 PS).

Sehr viel Wert legt man beim Mazda 6 auf hohe passive Sicherheit. So gibt es neben Zweistufen-Frontairbags und Seiten-Airbags neu entwickelte Window-Airbags, die die Insassen vorn und hinten bei Seitenunfällen schützen. Zum Sicherheitspaket zählen außerdem Dreipunkt-Sicherheitsgurte rundum, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn, Isofix-Kindersitzhalterungen hinten und spezielle Rückenlehnen, die einem Schleudertraum entgegenwirken. Zudem sind die Pedale so konstruiert, dass sie bei einem Crash nicht in den Fußraum eindringen können.

Ein weiteres Highlight im Mazda-Angebot ist künftig der erstmals in serienreifer Version gezeigte RX-8. Unter seiner Motorhaube arbeitet ein weiterentwickelter moderner Zweischeiben-Kreiskolbenmotor. Er ist ein Saugmotor, der, verglichen mit den früheren aufgeladenen Wankelmotoren von Mazda, sehr viel kleiner und leichter ist. Er leistet 184 kW (250 PS) bei einer Drehzahl von 8500/min und liefert bei 7500/min sein höchstes Drehmoment von 216 Nm. Den RX-8 mit der idealen Gewichtsverteilung von 50 : 50 auf Vorder- und Hinterachse und einem sehr tief liegenden Schwerpunkt soll er zu herausragenden Fahrleistungen befähigen.

Doch nicht nur mit dem weiterentwickelten Wankelmotor setzt Mazda beim RX-8 neue Akzente. Denn ebenso wegweisend ist die Karosserie des viersitzigen Sportwagens, die unter Verzicht auf eine B-Säule mit gegenläufig öffnenden Türen ausgestattet ist. Das heißt, dass die vorderen Türen wie gewohnt vorn angeschlagen sind, die hinteren Türen dagegen hinten. Öffnet man sie gleichzeitig, dann hat man einen ungewohnt bequemen Zugang zum Passagierraum des RX-8, dessen dynamisches Design mit den markanten Kotflügeln vorn und dem akzentuierten Heck keinen Zweifel lässt, dass man es hier mit einem Hochleistungssportler zu tun hat. Einem Sportler, dessen Innenraum überraschend viel Platz bietet und der durch sein sportlich-elegantes Design unterstreicht, welche Art Fahrzeug man hier betritt. Für hohe Fahrsicherheit des 4,43 und 1,34 Meter hohen Sportlers mit seinem Radstand von 2,70 Meter sorgen eine doppelte Dreieckslenker-Aufhängung vorn und eine aufwändige Multilink-Hinterachse. Gelenkt wird mit einer sehr direkten progesssiven Servolenkung. Gebremst wird der auf 18-Zoll-Rädern rollende RX-8 mit Scheiben rundum. Und sowohl bei der aktiven als auch der passiven Sicherheit werden alle technischen Möglichkeiten genutzt.

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