Zeitung Heute : Der menschliche Filter

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Damit der Mensch sich selbst gegen Schadstoffe in der Luft wehren kann, hat die Evolution ihm ein äußerst effektives System der Selbstreinigung mitgegeben. Der dreistufige Filter beginnt in der Nase. Hier bleiben an den Schleimhäuten die gröbsten Schmutzteilchen in einer Größe von etwa fünf bis 30 Millionstel Metern kleben und können dann ausgeschnäuzt werden.

Der zweite Filter sitzt in den Bronchien. Hier ist die Schleimhaut mit unzähligen Flimmerzellen überzogen, an deren Oberflächen Härchen sitzen. Diese bewegen sich wellenartig, übergeben dabei die Schmutzteilchen aneinander und befördern sie so Richtung Luftröhre. Durch Hustenreiz wird der Dreck ausgeschleudert.

Staubteilchen, die kleiner sind als zwei Millionstel Meter und Schadstoffe gelangen bis in die Lungenbläschen. Hier lauert die dritte FilterKomponente: Die Makrophagen, Fresszellen des Immunsystems, erkennen Fremdmaterial und Krankheitserreger, umschließen sie und bauen sie ab. Doch nicht alle Stoffe werden erfasst, darunter auch gefährliche. Manche von denen können Krebs auslösen – so etwa wiederborstige Asbestfasern oder Teer aus dem Qualm von Rauchwaren. was

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