Zeitung Heute : Der Mix stimmt

Quereinstieg oder Fachausbildung: Die Stadt bietet viele Startpunkte für die Laufbahn im Pop-Business

Judith Jenner

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Studiengänge, die sich mit Musik beschäftigen wie in Berlin. An den Hochschulen der Region studierten im Wintersemester 2002/2003 mehr als 2800 Studenten das Fach Musik. „Von ihnen gehen wichtige Impulse für die Musikwirtschaft aus“, sagt Hartmut Spiesecke vom Verband der deutschen Phonoverbände. Aber auch wer im Musikmanagement arbeiten will, findet in Berlin viele Ausbildungschancen - hier einige Beispiele:

„Gerade für Quereinsteiger im Musikgeschäft ist die berufsorientierte Weiterbildung sehr wichtig“, sagt Andrea Wickleder vom Erich-Pommer-Institut. Seit 1998 organisiert die mit der Uni Potsdam kooperierende Einrichtung Workshops und Seminare zu Medienrecht und Filmwirtschaft. Kongresse fördern zudem den Austausch zwischen Beteiligten der Musikwirtschaft. Ein Schwerpunkt ist dabei der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft (www.epi.de.).

Seminare zu Themen wie Künstlermanagement, Lizenzierungsfragen und einen Kurs zum Musikkaufmann bietet das Ebam-Institut an (www.ebam.de).

An der privaten Berufsfachschule L4 (www.l-4.de) gibt es die zweijährige Ausbildung zum Musik- und Medienmanager. Als solcher soll man später als Schnittstelle zwischen dem Musiker und Produzenten und Veranstalter agieren. Studienbeginn ist am 4. Oktober. Außerdem kann man sich in drei Jahren zum Veranstaltungskaufmann mit IHK-Abschluss ausbilden lassen.

Zum Tonmeister kann man sich in etwa zehn Semestern an der UDK ausbilden lassen. Studieninhalte sind zum Beispiel Tongestaltung und technisch-analytisches Hören. Dazu stehen fünf Studios bereit. Die UDK bietet voraussichtlich ab April 2006 den Weiterbildungsstudiengang Sound Studies an. Bewerben können sich Hochschulabsolventen und Menschen mit Berufserfahrung im Musikgeschäft. Die Regelstudienzeit soll vier Semester betragen. 400 Euro kostet das Studium im Monat. Weitere Informationen unter www.udk-berlin.de

Zum Rock-Pop-Musiker kann man sich innerhalb eines Jahres an der privaten RockPop Schule Berlin ausbilden lassen (www.rockpopschuleberlin.de). Neben musikalischem Knowhow spielen auch Marketing und Organisation für Musiker eine Rolle. Die Einrichtung bietet auch Unterstützung bei der Vorbereitung auf Castings für Sänger und Musiker an.

Der weltweite Ausbilder SAE bietet verschiedene Abschlüsse in den Bereichen Toningenieur, Musikproduzent und Gamedesign an (www.sae.edu).

Eine Schnupperaktion bietet der Music Media Campus während der Popkomm: „Zwei Tage lang gibt es für junge Berufstätige verschiedene Workshops entlang der Verwertungskette der Musik, vom Producing übers Mastern bis hin zum Musikjournalismus“, sagt Sabine Quandt vom Veranstalter Music Media Park. Dozenten sind zum Beispiel Depeche Mode-Produzent Gereth Jones und Uncle Sallys-Chefredakteurin Caroline Frey. Bewerbungen für die laufenden Workshops sind nicht mehr möglich. Infos über zukünftige Projekte: www.musicmediapark.de

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