Zeitung Heute : Der Ökoflitzer

Studierende entwickeln einen Rennwagen mit Elektroantrieb

Sybille Nitsche
Inspektion. Die Studierenden analysieren die Leistung ihres Autos. Foto: TU Presse/Dahl
Inspektion. Die Studierenden analysieren die Leistung ihres Autos. Foto: TU Presse/Dahl

In nur zehn Monaten hatten TU-Studierende aus vier verschiedenen Fachgebieten einen Rennwagen mit einem Elektroantrieb sowohl entworfen, als auch gebaut und ihn bei dem ersten Formula Student Wettbewerb für Elektrofahrzeuge am Hockenheimring im August dieses Jahres präsentiert. „zedX Vision“ nannte das 18-köpfige Team seinen Flitzer. Die Buchstaben stehen für „Zero Emission Drive“ – Null-Emissions-Antrieb.

Entstanden ist der Wagen innerhalb des deutschlandweiten Konstruktionswettbewerbes, bei dem es für die Studierenden darum geht, in Eigenregie einen Rennwagen zu planen, zu bauen und auch das notwendige Geld über Sponsoren aufzutreiben. So belegte das Team in der Kategorie „Business Plan Präsentation“ unter den 15 studentischen Teams, die aus ganz Europa angetreten waren, den vierten Platz und beim „Engineering Design“, in welchem die Konstruktion des Wagens und des Antriebsstrangs verteidigt werden muss, den fünften. Das notwendige Wissen, um bei einem solchen Wettbewerb überhaupt teilnehmen und sich behaupten zu können, erlernen die Studierenden auch in der Lehrveranstaltung „Technik und Management im Motorsport“, die seit 2006 am Fachgebiet Kraftfahrzeuge angeboten wird.

Aber der Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit hat sich das Team nicht nur beim Entwickeln eines alternativen Antriebs verschrieben. „Wir wollten Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit an jeder Stelle des Projektes umsetzen“, sagt Philipp Kahle, Student der Kraftfahrzeugtechnik. So kommt nicht nur die Energie für den Rennwagen aus Ökostrom. „Grün“ ist auch die Energie für die Fertigung sowie für den Betrieb von Einrichtungen wie zum Beispiel das Büro. Außerdem bestehen alle Karosserieteile aus einem Naturfaserverbundwerkstoff, fixiert durch ein ökologisch verträgliches Harz. Damit war der TU-Flitzer das umweltfreundlichste Fahrzeug des Wettbewerbs. Unterstützt wurden die Studierenden von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin und anderen Sponsoren.

Das Team setzt nun alles daran, damit der Flitzer im nächsten Jahr bei den studentischen Rennen auf dem Hockenheimring dabei sein kann. In diesem Jahr fehlte es an Fortune: technische Probleme verhinderten einen Start. Sybille Nitsche

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