Zeitung Heute : Der Ohrstecker oder Der bequeme Zen-Mönch

Wie sieht er aus

Zwei kleine, meist tellerförmig geformte Knöpfe, die an zwei zusammenlaufenden Kabeln baumeln – wenn sich selbige nicht mal wieder zu einem riesigen Knoten verheddert haben.

Für wen geeignet

Für Freunde der Bequemlichkeit, denen praktische Argumente („kosten nicht viel“, „nehmen wenig Platz weg“, „waren halt bei dem MP3-Player dabei“) mehr zählen als Klangqualität. Denn dass die kleinen Knöpfe in der Tat nicht nur beim Transport wenig voluminös ausfallen, sondern auch was den Sound angeht, interessiert den Steckerträger in der Regel nicht.

Für was geeignet

Für alle Formen von Unterhaltungsmusik, bei denen es eh egal ist, wie sie klingen.

Der große Vorteil

Das motorische Geschick und die Stresstoleranz werden geschult. Da die meisten Ohren nicht genormt sind, fallen die Stecker regelmäßig heraus. Immer und immer wieder müssen die Knöpfe dann zurückgefriemelt werden. Auf Joggingstrecken begegnet man regelmäßig Läufern, die nicht müde werden, dieses Spiel alle 50 Meter zu wiederholen, was auf meditationsgestählten Gleichmut schließen lässt.

Der große Nachteil

Dank der unbehinderten Innenohranwendung wird man noch leichter taub als mit anderen Kopfhörermodellen.

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