Zeitung Heute : Der richtige Internet-Zugang

KURT SAGATZ

Eine der größten Hürden auf dem Weg ins Internet ist die Wahl des geeigneten Providers, also des Dienstleistungsunternehmens, das den Zugang zum World Wide Web und den anderen Diensten des Netzes zur Verfügung stellen soll.Mehrere hundert Provider teilen sich den Markt in Deutschland, wobei sich eine große Zahl auf das lukrative Firmenkundengeschäft spezialisiert hat.Aber auch für die privaten Nutzer ist die Auswahl beinahe unüberschaubar: Allein in Berlin bieten über 50 Provider ihre Dienstleistung an, wobei sich hier sowohl eigenständige regionale Provider als auch die großen bundesweit agierenden Firmen tummeln.

In einem großangelegten Test hat jetzt der Tagesspiegel die relevanten Provider, die in Berlin einen Internet-Zugang zum günstigen Ortstarif anbieten, genauer unter die Lupe genommen.Herausgekommen ist dabei eine Übersicht, die derzeit 60 unterschiedliche Tarife von 39 Providern umfaßt.In den kommenden Wochen werden diese Tarife auf den Interaktiv-Seiten vorgestellt.Den Anfang machen die zeitabhängigen Tarife, bei denen die Internet-Nutzung zusätzlich zu einer mehr oder minder geringen Grundgebühr nach Online-Minuten abgerechnet wird.Vor allem für Internet-Anfänger, die noch nicht abschätzen können, wie lange sie monatlich im Netz sind, ist dieses Modell zumindest am Anfang recht gut geeignet, da die monatliche Grundbelastung verhältnismäßig niedrig ist und ansonsten nur die Zeit in Rechnung gestellt wird, die man tatsächlich im Netz verbringt.Die weiteren Teile der Serie werden sich mit Pauschaltarifen sowie mit den Online-Diensten und den Internet-by-Call-Tarifen beschäftigen.

Die Bewertung eines Providertarifs kann nur eine Momentaufnahme sein.Die ständigen Veränderungen auf dem Telekommunikationsmarkt sowie der weiter steigende Wettbewerbsdruck führen zu dem an sich erfreulichen Ergebnis, daß Tarife gesenkt, Leistung gesteigert und die Anzahl der Extras ständig erhöht werden.Für den Nutzer lohnt es sich somit, den Markt regelmäßig im Auge zu behalten.Auf den Internet-Seiten von www.Berliner-Provider.de werden die im Tagesspiegel getesteten Tarife und Provider daher ständig aktualisiert und je nach Veränderung neu bewertet.Während es somit insgesamt kaum möglich ist, über einen längeren Zeitraum eine Aussage zu treffen, welcher Provider der günstigste ist, gilt eine Regel in jedem Fall: Vor allem Neulinge im Internet sollten von den Testangeboten der Online-Dienste und Provider Gebrauch machen, um zum einen die eigenen Nutzungsgewohnheiten kennenzulernen und um sich zum anderen darüber zu informieren, welcher Provider der richtige ist.

Auffällig bei den zeitabhängigen Internet-Tarifen ist vor allem, daß die Endnoten relativ dicht beieinander liegen.Die Bewertungsskala reicht von 2,0 bis 3,0.Erkennbar daran ist, wie der harte Wettbewerb die noch vor wenigen Wochen sichtbaren Unterschiede bei Preis und Leistung nivelliert hat.Auch die lokalen Anbieter haben sich darauf erfolgreich eingestellt.Zudem besitzen sie zumeist den Vorteil, daß deren Hotline in der Regel zum Ortstarif angeboten wird.Gleichwohl kommen die zeitabhängigen Tarife bei einer monatlichen Nutzungsdauer von über 20 Stunden kaum mehr in Frage.Wer mehr surft, schneidet in der Regel bei Pauschaltarifen, die in der nächsten Woche besprochen werden, besser ab.

Alle getesteten Provider.

Fragen und Anregungen zum Test sowie Bemerkungen zu Providern und Tarifen bitte an folgende E-Mail-Adresse richten: user@berliner-provider.de

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