Zeitung Heute : Der schöne Schein

Donna Leons Krimis plus Händels Musik

Michael Horst

Georg Friedrich Händel und Kriminalromane – das passt auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen. Denn in den Opern des großen Barockkomponisten geht es nur selten um Mord und Totschlag, sondern zumeist um Liebe und Eifersucht, Hass und Intrigen, die sich – dem Himmel sei dank – am Ende in schönstem Wohlgefallen auflösen. Ob es dieser schöne Schein ist, der Donna Leon an Händels Opern so berauscht? Denn seit langem ist bekannt, dass die amerikanerische Schriftstellerin mit Zweit-Wohnsitz in Venedig eine große Schwäche für dessen Werke hat, dass sie kaum eine Gelegenheit auslässt, um Händels Opern zu lauschen.

Nun also gibt es Donna Leon plus Händel. Oder anders gesagt: Ausschnitte aus den Bestsellern der Krimi-Autorin, kombiniert mit Highlights aus den besten und virtuosesten der großen Opern des Barockmeisters, musiziert von dem Amerikaner Alan Curtis und seinem Ensemble Il Complesso Barocco sowie den Sängerinnen Klara Ek und Ann Hallenberg. Für Authentizität ist gesorgt, denn die Autorin selbst leiht ihrem gewitzten Commissario Brunetti, der in Deutschland nicht zuletzt durch die TV-Verfilmungen zur Kultfigur geworden ist, ihre Stimme. Michael Horst

Nikolaisaal, Sonnabend,

7. Juni, 19 Uhr

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben