Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp: Jetzt muss jeder jeden erkennen können

ivd

Sehen und gesehen werden - das ist in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Das gilt aber nicht nur für die motorisierten Verkehrsteilnehmer, sondern auch für alle anderen, egal ob sie nun mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Gerade letztere sind in diesen Wochen besonders gefährdet. Denn im Unterschied zu den Autos, die bei Dunkelheit beleuchtet sind, und den Radfahrern, die das zumindest sein können, haben Fußgänger weder Scheinwerfer noch Rücklichter. Und wenn sie dann auch noch dunkle Kleider tragen, die keinerlei Reflexe des bescheidenen Umgebungslichts zurückwerfen, dann sind solche Fußgänger für die Autofahrer oft nur schwer und vor allen Dingen erst viel zu spät erkennbare Schattenwesen.

Kein Wunder, dass es deshalb in der dunklen Jahreszeit immer wieder zu schweren Unfällen mit Fußgängern kommt. Und besonders gefährdet sind dabei sowohl Schulkinder als auch ältere Menschen. Die jüngeren, weil sie sie sich oft viel zu sehr vom Verkehrsgeschehen ablenken lassen, wenn sie in größeren Gruppen lärmend unterwegs sind, die älteren, weil sie oft sehr viel langsamer reagieren.

Für beide und auch alle anderen gilt deshalb der dringende Rat, in der dunklen Jahrezeit nicht auch noch mit dunkler Kleidung unterwegs zu sein, sondern sich für hellere Garderobe zu entscheiden. Kinder, die bei Dunkelheit unterwegs sind, sollten zudem Kleidung mit reflektierenden Elementen oder regelrechte Warnwesten tragen. Und auch Schuhe mit Reflexfolien sowie kleine Rückstrahler an der Kleidung oder am Schulranzen können dazu beitragen, dass sie bei Dunkelheit im Scheinwerferlicht früher erkennbar sind. Das ist besonders dann geradezu überlebenswichtig, wenn man bei Dunkelheit auf unbeleuchteten Landstraßen unterwegs ist. Und dabei sollte man dann auch nicht vergessen, auf der linken Straßenseite zu gehen, auf der man den Autofahrern entgegenkommt und sie jederzeit im Blick hat.

Doch auch Autofahrer schleppen keinen unnötigen Ballast mit, wenn sie neben dem Warndreieck auch noch eine reflektierende Warnweste im Kofferraum haben, Wer schon einmal gezwungen war, nachts auf einer stärker befahrenen Straße eine Panne an seinem Fahrzeug zu beheben oder einen Reifen zu wechseln, weiß, wie gefährdet man ist, wenn man das mit ganz normaler Kleidung tut.

Wie gefährlich sie speziell in der dunklen Jahreszeit leben, scheinen allerdings viele Radfahrer nicht zu wissen, die entweder keine Beleuchtung am Rad haben, weil ihre Räder eigentlich Sportgeräte sind, die gar nicht für den Straßenverkehr gedacht sind, oder aber, weil sie einfach kein Licht einschalten. Zugegeben, für die eigene Sicht sind die meisten Fahrradbeleuchtungen nur wenig hilfreich. Aber entscheidend sind sie, wenn es darum geht, von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden.

Dabei geht es nicht nur um Autofahrer, die beim Rechtsabbiegen leicht einen von hinten kommenden Radfahrer übersehen, wenn er ohne Licht fährt, sondern auch um Fußgänger, die schnell einmal einen Radweg oder die Fahrbahn betreten, weil sie einen unbeleuchtet ankommenden Radfahrer einfach nicht wahrnehmen.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben