Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp: Rücksicht auf Radler - auch wenn sie es einem oft schwer machen

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Nicht nur die Motorradfahrer haben sich längst wieder unters fahrende Volk gemischt - auch Radfahrer sind bei den langsam steigenden Temperaturen jetzt wieder in größerer Zahl unterwegs - nicht nur zum Vergnügen oder als Sport, sondern auch, um vor allem in der Stadt den einen oder anderen Weg statt mit dem Auto umweltfreundlich und gesundheitsfördernd mit eigener Kraft zu bewältigen. Doch Rad fahren in der Stadt birgt auch manches Risiko. Denn auf den meisten Straßen mischen sich die Radfahrer unter die motorisierten Verkehrsteilnehmer. Und wenn es zu einer unfreiwilligen Begegnung kommt, dann sind die Radfahrer besonders stark gefährdet. Denn sie haben nun einmal keine Knautschzonen, die energierverzehrend knittern können. Zusammenstöße und Stürze führend deshalb meist zu mehr oder weniger schweren Verletzungen bei den beteiligten Radfahrern. Und leider zeigt die Statistik, dass bei den meisten Unfällen mit Radfahrern Auto-fahrer die Hauptschuldigen sind. Unfallschwerpunkte sind dabei vor allem Kreuzungen von Straßen mit Radwegen und Einmündungen, an denen sich rund 60 Prozent aller Unfälle ereignen.

Besonders gefährdet sind nach der Statistik Radfahrer zwischen zehn und 18 Jahren, denn deren Fahrweise ist im allgemeinen nicht von besonderer Vorsicht gekennzeichnet und oft genug werden auch die eigenen Fähigkeiten überschätzt. Bei Kindern kommt hinzu, dass sie Entfernungen und Geschwindigkeiten oft falsch einschätzen und oft spontane Reaktionen zeigen, die für erwachsene Verkehrsteilnehmer unkalkulierbar sind.

Besonders unfallgefährdet sind aber auch ältere Radfahrer über 65 Jahre. Sie kollidieren öfter als jüngere Radfahrer mit motorisierten Verkehrsteilnehmern und tragen dabei in der Hälfte der Fälle die Hauptschuld. Zu den Haupfehlern gehören dabei vor allem Vorfahrt- und Vorrangfehler. Und erschreckend ist auch die Unfallschwere dieser Altersgruppe, denn ein Drittel aller bei Verkehrsunfällen getöteten Radfahrer ist älter als 65 Jahre, obwohl diese Altersgruppe nur einen Anteil von etwa zehn Prozent an den Radfahrerunfällen insgesamt hat.

Da der Radfahrer im Konflikt mit dem Autofahrer nun einmal das schwächste Glied ist, verlangt das von den Autofahrern besondere Rücksicht und Verständnis, ein faires Fahrverhalten, bei dem Autofahrer nicht immer auf dem eigenen Recht bestehen sollten, ausreichende Sicherheitsabstände und auch das eine oder andere Bremsmanöver. Leider zeigt die alltägliche Praxis, dass statt Rücksicht immer größere Aggressivität Raum greift, statt eines rücksichtsvollem Miteinanders und verständnisvoller Partnerschaft das Recht des Stärkeren durchgesetzt wird.

Zugegeben, angesicht einer leider nicht kleinen Zahl von Radfahrern, die sich rücksichtslos über zahlreiche elementare Verkehrsregeln hinwegsetzen und damit für die anderen Verkehrsteilnehmer zu einem unkalkulierbaren Risiko werden, fällt es oft schwer, die Ruhe zu bewahren und sich nicht provozieren zu lassen. Doch Fehler und manchmal auch offensichtliche Dummheit von Radfahrern sollten nie Anlass für Autofahrer sein, es ebenso zu tun und unverantwortlich zu handeln.

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