Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp: Schon griffbereit - die Winterreifen?

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Das waren noch einmal ein paar sehr schöne und milde Tage, die wir soeben erleben durften. Doch lassen Sie sich nicht täuschen. Denn trotz Sonne am Tage gab es in den letzten Tagen auch eine Menge Nebel. Und ebenso, wie vor wenigen Wochen die Sommerhitze von einem Tag auf den anderen abgelöst wurde, kann es jetzt von einem Tag auf den anderen empfindlich kühl werden. Denn wir stecken bereits mitten in der meist nassen, kalten und manchmal auch recht stürmischen Jahreszeit. Da kann es schon bald den ersten kräftigen Bodenfrost geben und von einer Stunde auf die andere kann das Wetter so umschlagen, dass unsere Auto ganz plötzlich Winterreifen brauchen.

Dann muss man so schnell wie möglich die Sommerreifen einmotten und die speziellen Pneus für den Winter montieren, deren wichtigstes Element eine Laufflächenmischung ist, die auch bei tiefen Minus-temperaturen noch elastisch bleibt. Und tiefe Temperaturen, bei denen die Laufflächen anfangen hart zu werden, beginnen für Sommerreifen bereits bei plus sieben Grad Celsius. Und davon sind wir nicht mehr weit entfernt.

Das Umsteigen auf Winterreifen ist kein Problem, wenn ein Satz Winterreifen griffbereit in der Garage oder im Keller steht, so dass man ihn bei Bedarf sofort montieren lassen kann. Unangenehm eng wird es allerdings für jene Autofahrer, die erst beim ersten Schnee zum Reifenhändler fahren und möglichst sofort bedient werden wollen. Denn dort herrscht an solchen Tagen Hektik und Gedränge. Enttäuscht wird mancher Kunde dann auch feststellen müssen, dass die von ihm gewünschte Reifengröße der Wunschmarke nicht mehr verfügbar ist. Und noch enttäuschter reagieren die meisten, wenn sie zwar mit viel Mühe und zum höherem Preis als eigentlich einkalkuliert noch einen passenden Reifensatz ergattern konnten, nun aber einige Tage auf einen Montagetermin warten müssen.

Die Anschaffung eines zweiten Felgensatzes speziell für die Winterreifen ist nur auf den ersten Blick eine etwas kostspielige Angelegenheit. Denn wenn man genau überlegt, welche Kosten jedes Mal entstehen, wenn man Sommerreifen von den Felgen demontiert, Winterreifen aufzieht und wuchtet und dieses Spiel in jedem Frühjahr und Herbst wiederholt, dann macht sich der zweite Felgensatz - am besten sind hier unempfindliche Stahlfelgen - schnell bezahlt. Zudem entgeht man dem Risiko, dass die Reifen beim ständigen Ummontieren beschädigt werden. Und schließlich mögen viele teure Leichtmetallfelgen weder Streusalz noch Splitt, geschweige denn Schneeketten.

Wer mit Sicherheit weiß, dass er in diesem Winter auch Winterreifen benötigt - die braucht nach unserer Ansicht jeder Autofahrer, auch wenn er hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist -, sollte mit dem Kauf nicht länger warten und umgehend zum Reifenhändler fahren. Alle Neuheiten dieses Winters sind längst vorgestellt und ausgeliefert, so dass hier keine Überraschungen mehr zu erwarten sind. Und noch haben die Reifenfachleute Zeit, ihre Kunden in Ruhe zu beraten.

Aber auch, wer die Winterreifen griffbereit hat, sollte sich nicht beruhigt zurücklehnen, bevor er sie noch einmal sorgfältig geprüft hat. So müssen Winterreifen noch mindestens vier Millimeter Restprofil haben, damit sie ihre besonderen Fähigkeiten auch ausspielen können. Der Reifendruck sollte um etwa 0,2 bar höher als bei Sommerreifen sein.

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