Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp: Vor der Urlaubsfahrt zum "ReifenCheck 2002"

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Die Internationale Beleuchtungs-woche in jedem Herbst ist seit Jahrzehnten als wichtige Sicherheits-aktion bei uns etabliert. Nun sieht es so aus, als würde es künftig für Reifen eine ähnliche Aktion geben. Denn in diesem Jahr wird mit dem "ReifenCheck 2002" bereits zum dritten Mal eine Sicherheitsaktion für die Fahrzeugbereifung veranstaltet. Und zwar vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat in enger Zusammenarbeit mit den Automobilclubs, den Prüforganisationen und dem Kraftfahrzeuggewerbe. Unterstützt wird die Aktion durch die Berufsgenossenschaften, den Reifenhersteller Continental und die Ford AG, die für ein begleitendes Gewinnspiel einen Ford Focus Futura2 1,8 TDCi im Wert von 20025 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Im Rahmen von "ReifenCheck 2002" bieten rund 30000 Prüfstellen - sie können abgefragt werden unter www.reifencheck2002.de - Autofahrern vom 1. bis zum 30. Juni und damit vor Beginn der Hauptreisewelle die Gelegenheit, die Reifen ihres Fahrzeugs unentgeltlich überprüfen zu lassen. Wie wichtig eine Reifenkontrolle ist, zeigen die Ergebnisse des vergangenen Jahres. Eine Auswertung der 1,3 Millionen Prüfprotokolle zeigte nämlich, dass knapp ein Drittel aller Fahrzeuge mit mangelhaften Reifen unterwegs waren.

Reifenmängel sind aber die Ursache für die Hälfte aller Unfälle wegen technischer Mängel. Und eine der Ursachen für Reifenmängel ist das Fahren mit falschen Luftdruck. Viele Autofahrer überprüfen den nur ein oder zwei Mal im Jahr. Das ist für die Reifenexperten schlicht zu wenig. Denn wer mit zu geringem Luftdruck fährt, kann dadurch schwere Reifenschäden verursachen. Vor allem dann, wenn zu dem niedrigen Druck noch schwere Ladung kommt. Fährt man dann schnell, können sich die Reifen so stark aufheizen, dass sich Reifenlauffläche und Reifenunterbau voneinander lösen. Dem wieder abgekühlten Reifen sieht man solche Schäden nicht an. Aber wenn man mit so vorgeschädigten Reifen zur großen Urlaubstour über lange Strecken startet, kann es schnell passieren, dass sie ihren Dienst aufgeben. Und wenn das bei hohem Tempo geschieht und man keine Routine beim Abfangen eines solchen Fahrzeugs hat, dann ist ein schwerer Unfall meist unausweichlich.

Aber es sind nicht nur verdeckte Mängel, mit denen viele Autofahrer unterwegs sind. Oft sind die Profile bereits so weit heruntergefahren, dass die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter unterschritten ist. Das ist kein großes Problem, so lange man auf trockenen Straßen unterwegs ist. Doch es wird zu einem gewaltigen Problem, sobald es kräftig regnet und sich Wasserlachen auf der Fahrbahn bilden. Reduziert man dann das Tempo nicht radikal, dann droht "Aquaplaning" oder "Wasserglätte", wobei sich ein Wasserkeil zwischen Fahrbahn und Reifen schiebt - mit dem Ergebis, dass das Fahrzeug nicht mehr auf Lenkbewegungen reagiert, sondern in der eingeschlagenen Richtung weitergleitet.

Fachleute entdecken auch Schäden an den Reifenflanken und können aus unregelmäßig abgefahrenen Profilen auf ernste Mängel am Fahrwerk, wie zum Beispiel verschlissene Stößdämpfer, schließen. Kurzum, es lohnt sich, beim "ReifenCheck 2002" mitzumachen.

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