Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp

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Die meisten wissen schon lange, wo sie in diesem Jahr bei der Urlaubsfahrt mit dem Auto hinfahren werden. Und wenn es sich dabei nicht um ein neues Ziel handelt, dann wissen sie meist auch, auf welcher Route sie dorthin gelangen. Wer die Route bislang noch nicht kennt, sollte sich nun bald darum kümmern. Aber auch die, die seit Jahren bekannte Wege fahren, sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie problemlos so fahren können, wie gewohnt. Das gilt vor allem für jene Reisenden, die auf irgendeinem Weg über die Alpen in den Süden müssen. Gewiss, auf der Route durch den Gotthardtunnel gab es auch früher zur Hauptreisezeit öfter lange Staus mit erheblichen Wartezeiten. Doch die nun von den schweizerischen Behörden für den Lastwagenverkehr praktizierten erheblichen Be-schränkungen bleiben nicht ohne Rückwirkungen auf den Pkw-Verkehr. Es ist durchaus möglich, dass das jetzt schon herrschende Chaos im Sommer unbeherrschbar wird. Deshalb sollte man sich, wie sowieso für alle Fernreisen, rechtzeitig um Alternativrouten kümmern. Und dabei auch berücksichtigen, dass auch diesen Strecken im Sommer Überlastung droht, weil viele sie statt der bislang gewohnten Route wählen werden.

Damit besteht gerade in Richtung Süden die Gefahr, dass viele Zeitplanungen durcheinander geraten. Wer zum Quartierwechsel oder auch um Fähranschlüsse zu erreichen, pünktlich sein muss, sollte deshalb ausreichend Zeit für eventuelle Verzögerungen einplanen. Solche Zeitpolster erlauben es, mit unerwarteten Verzögerungen gelassener umzugehen und verleiten nicht dazu, angesichts zu knapper Zeitreserven gefährlich zu rasen und unnötige Risiken einzugehen, die die Urlaubsreise vielleicht schon auf dem Weg zum Ziel unerwartet enden lassen, weil man in Unfälle verwickelt wird oder teure Strafen für Verkehrsübertretungen die Urlaubskasse zusammenschmelzen lassen.

Wer mit dem Auto erstmals in Länder fährt, die er bislang nicht kennt, sollte sich auch rechtzeitig über die dort geltenden Verkehrsregeln informieren. Denn obwohl die Verkehrszeichen in Europa sehr ähnlich sind, gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Das gilt für Tempolimits, Alkoholgrenzwerte, Abbiegeregeln, Halt- und Parkverbote und auch die Wegweisung. Schnell ist ein falsch abgestelltes Urlauberauto abgeschleppt oder durch eine Parkkralle blockiert. Und schnell kann man beim Abbiegen oder an Ampeln mit anderer Zeichenfolge und anderen Zusatzzeichen als bei uns Fehler machen oder auch nur unnötig den Verkehr blockieren.

Durchaus hilfreich kann es sein, sich auch über die Öffnungszeiten von Tankstellen sowohl an den Fernstraßen als auch im Landesinnern zu informieren - so sind die Zapfsäulen in Italien ebenso wie in Frankreich spätestens von ein Uhr mittags für zwei bis drei Stunden geschlossen.

Rechtzeitig kümmern sollte man sich aber nicht nur um Routen und Regeln für Fernreisen, sondern auch um das Auto. Denn das muss absolut reisefit sein, wenn man mit voller Beladung auf große Tour geht. Jetzt bekommt man noch Termine bei den Werkstätten und auch zur Hauptuntersuchung - doch je näher die Hauptreisezeit rückt, desto schwieriger wird das.

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