Der Tag, an dem … : … die Aliens da sind

Wie haben wir sie uns vorzustellen, unsere Nachbarn da draußen, auf fernen Planeten, in noch ferneren Galaxien, an unbekannten Milchstraßen? Hallooo, ist da jemand?! Gewiss wird da jemand sein, es wäre doch unangemessen vermessen, wenn wir Menschen uns für einzigartig hielten. Aber wie sieht er aus, der Nachbar, das unbekannte Wesen? In Kasachstan haben ein paar Steppenbewohner jetzt eine gewisse Vorstellung. Danach haben die Aliens zwei Beine, zwei Arme, daran je eine Hand mit fünf Fingern, sie haben einen Kopf, Nase, Ohren, Mund, und aus dem sprechen sie Russisch. Die Steppenbewohner haben gar nicht glauben wollen, dass die drei Kosmonauten, die ihnen mit der Sojus-Kapsel in die Wüste geplumpst waren, direkt aus dem Weltall kamen. Aber daran kann es keine Zweifel geben. Aus Menschen, die solche Erlebnisse hatten, wie die kasachischen Steppenbewohner, werden später Erich von Dänikens. Nur Außerirdische, die waren nicht mit an Bord.

Sind sie klein, grün, Männchen? Hat er Drähte am Kopf, oder, wie wir inzwischen fast alle, einen Knopf im Ohr? Ist er wirklich so flach, dass er in die fliegende Untertasse passt, oder doch eine Sie und langbeinig und blond und kann in der Regel nicht rückwärts einparken? Oder, um den geschlechtlichen Konsens zu wahren, ist er ein Er, weit über fünfzig und macht sich lächerlich, wenn er, das Väterchen, auf die Harley steigt und der Jugend hinterherbraust?

Für letztere Theorien spricht einiges. Stephen Hawking, der britische Astrophysiker, hat sie unlängst bekräftigt. Das war bei einem Vortrag für die Nasa, und dabei hat Hawkings mächtig für die Erforschung des Alls geworben, bei Kolumbus, so Hawking, habe man schließlich auch gesagt, es sei reine Geldverschwendung, etwas zu suchen, was es gar nicht gibt. Daran, dass es Außerirdische gebe, sei nicht zu zweifeln, sagte er, sie seien aber wahrscheinlich nicht besonders schlau, ja nachgerade dumm. Was aus seiner Sicht kaum anders sein kann. Hawking ist bekanntlich extrem schlau, so gesehen besteht der überwiegende Teil der Menschheit aus dummen Aliens. Und warum soll es im All grundsätzlich anders zugehen als bei uns auf Erden?

Exakte Angaben über das Äußere unserer Mitbewohner im All können wir allerdings immer noch nicht machen. Aber mit dem Hinweis auf ihre Dummheit können wir ein Bild formen. Schauen wir uns zum Beispiel Lothar Matt…, nein, das ist jetzt gemein, wo er doch weder langbeinig noch blond ist und eventuell sogar rückwärts einparken kann. Schalten wir lieber das Fernsehen an. Und was sehen wir? Sie sind alle, alle schon da, die Aliens.uem

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