Der Tag, an dem … : … die Klitschkos Carla Bruni vor Gericht raushauen

Weil an Carla Bruni zurzeit ohnehin niemand vorbei kommt, wollen wir das hier auch gar nicht erst versuchen. Im Prinzip hat der Fraktionsvorsitzende der Sozialisten im Europaparlament, Martin Schulz, ja bereits alles Wesentliche dazu gesagt, sinngemäß zusammengefasst in etwa so: Jeder kann so viele Freundinnen haben wie er will, sogar der französische Präsident, Politik ist aber nicht Privatleben! Was man so sagt, wenn einem der Neid auf die hohe Stirn geschrieben steht – dabei waren die jüngsten Fotos von Frau Bruni Schulz wahrscheinlich noch nicht einmal präsent. Sie zeigen Sarkozys Freundin in, wie es im Fachjargon heißt, „einladender Pose“ im spanischen Herrenmagazin „DT“. Außer ein paar Lederstiefeln hat die Sängerin strenggenommen nur noch einen Diamantring an, was beschwichtigende Erklärungen aus dem Elysée, nun ja, deutlich komplizierter macht, weil vorerst noch nicht ganz klar ist, ob es sich dabei um das gute Stück handelt, das Sarkozy der Sängerin als Zeichen seiner glühenden Verehrung geschenkt hat. Naheliegende Ausreden, dass es sich bei den Fotos möglicherweise um Aufnahmen aus der Vor-Sarkozy-Zeit handeln könne, liegen deshalb erst mal auf Eis.

Mal sehen, was aus der Geschichte wird. Wahrscheinlich liegt Schulz falsch. Das Private ist eben doch politisch, auch wenn Carla Bruni mit der Fotostrecke etwaige Ambitionen auf zum Beispiel den CSU-Vorsitz sicher in den Wind wird schreiben müssen.

Das Bundessozialgericht in Kassel hat am Donnerstag entschieden, dass die Box-Brüder Klitschko keine schauspielerische Leistung erbringen, wenn sie sich in Werbespots die Nase putzen oder mehr oder weniger kraftvoll in Schokoriegel beißen. Das Urteil ist super für die Klitschkos, sie müssen nun nämlich von dem dafür erhaltenen Honorar nichts in die Künstlersozialkasse einzahlen, was uns hier aber nicht weiter interessieren soll. Weit interessanter ist nämlich die Begründung. Die Klitschkos, hat der zuständige Richter erkannt, würden in den Spots nämlich nicht wegen ihrer darstellerischen Fähigkeiten, sondern wegen ihres Bekanntheitsgrades eingesetzt. Das Geld hätten sie vielmehr verdient, gerade weil sie keine Rolle spielen.

Voilà! Sollte Carla Bruni auf die Idee kommen, demnächst mit den Herrenmagazinaufnahmen für eine Schuhfirma in Deutschland zu werben, wäre es unter fiskalischen Gesichtspunkten wahrscheinlich sogar vernünftiger, der Ring wäre tatsächlich von Sarko! Wahrscheinlich dämmert dem Präsidenten dann, dass auch seine Freundin Geld verdient, gerade weil sie keine Rolle spielt. Vbn

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