Zeitung Heute : Der Tagesspiegel

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Die Berliner Psychologin Andrea Kropf empfiehlt Menschen, die (nicht nur) beim Fliegen vom pessimistischen Vorausdenken geplagt werden, die Lektüre von Antoine de Saint-Exupérys Buch „Wind, Sand und Sterne“. Der Autor und Flieger („Der kleine Prinz“), der selbst mehrfach abstürzte und nach seinem letzten Flug verschollen blieb, schreibt dort, noch unter dem Eindruck eines Absturzes in der Sahara:

„Eines Tages war ich in der Kabine eines im Wasser versinkenden Flugzeuges eingeschlossen, meinte zu ertrinken. Viel gelitten habe ich nicht dabei. Manches liebe Mal war ich überzeugt, dass es mit mir gleich aus sein würde. Aber nie erschien mir das als ein bedeutendes Ereignis. Auch in dem gegenwärtigen Abenteuer lernte ich keine Angstqualen kennen.“

Die Psychologin ergänzt, der Mensch ertrage gefährliche Situationen in Wirklichkeit viel besser, als er es sich vorher ausmale. „Wie viele von uns aber machen sich das zur Verfügung stehende Leben zur Hölle, allein durch Erwartungsangst und Katastrophenphantasien, anstatt es selbst zu gestalten und auszuschöpfen!“ aml

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