Zeitung Heute : Der tiefe Griff in die Hose

Der Tagesspiegel

STADTMENSCHEN

Der Verband Deutscher Sportjournalisten ist 75 Jahre alt - Grund genug für eine kleine Feier in der Mercedes-Welt am Salzufer, in der Stadt, in der der Verband einst gegründet worden war. Zum Thema „Standortbestimmung des deutschen Sports“ diskutierten Sportbund-Präsident Manfred von Richthofen, Franz Beckenbauer, DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und DFB-Teamchef Rudi Völler.

Doch noch bevor die Podiumsdiskussion unter der Leitung von Werner Hansch begann, prämierte der Verband in Zusammenarbeit mit dem Magazin „Kicker“ das beste Sportbild des Jahres: dem Fotografen Oliver Hardt gelang kurz nach dem Abpfiff des Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel gegen Finnland in Gelsenkirchen ein vielsagendes Bild vom aus vollem Halse schreienden Oliver Kahn - das Spiel endete 0:0, Deutschland hatte die direkte Qualifikation verpasst und Kahn ist auf dem Foto mit der linken Hand tief in der Hose zu sehen. „Fehlt mir was?“ lautet der etwas unbeholfene Titel des preisgekrönten Fotos. „Das Bild ist einzigartig, aber ich weiß wirklich nicht, ob es dem Oliver Kahn auch gefällt“, gratulierte Franz Beckenbauer, der als DFB-Vizepräsident Jurymitglied über das Sportfoto des Jahres mitentschieden hatte: „Die Entscheidung war einstimmig.“ Das Sportfoto des Jahres wird seit 1963 gekürt. Preisträger sind ebenfalls Michael Kleikamp, Gaby Kunz, Gero Breloer (gleich drei Mal) und Alexander Hassenstein. Walter Müller, Chef der Mercedes-Niederlassung Berlin, und Erich Laaser, der Präsident des Sportjournalisten-Verbandes, zeigten sich mit der Veranstaltung zufrieden und teilten die ungeteilte Vorfreude auf die kommende Fußball-Weltmeisterschaft . oom

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