Zeitung Heute : Der Umweltexperte

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Der frühere Umweltminister Klaus Töpfer hat sich trotz seines CDU-Parteibuchs mittlerweile den Status eines überparteilichen Experten erarbeitet. Bei der SPD und vor allem bei den Grünen genießt der 73-Jährige wegen seines langjährigen umweltpolitischen Engagements großen Respekt. Nach seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung Anfang 1998 wurde der studierte Volkswirt Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen in Nairobi – eine Aufgabe, die er bis 2006 ausübte. Nach dem Atom-Gau von Fukushima machte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn zu einem von zwei Chefs der Ethikkommission, welche die Atomwende der schwarz-gelben Koalition begleiten sollte. Dass Töpfer vor kurzem mehr Engagement bei der Energiewende einforderte, dürfte ihm im rot-grünen Lager weitere Sympathien verschafft haben. Bei den Liberalen allerdings hat Töpfer nicht allzu viele Fans. Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler nannte ihn mal einen „konservativen Weltverbesserer“. Doch auch die Sozialdemokraten könnten sich daran stören, dass Töpfers Benennung als überparteilicher Bundespräsidenten-Kandidat auch als Signal für künftige schwarz- grüne Koalitionen gewertet werden könnte. ce

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