Zeitung Heute : Der Weg der Zeitschrift ist mit Prozessen gepflastert

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Im Herbst 1979 wurden auf der Frankfurter Buchmesse erste Exemplare des "endgültigen Satiremagazins" herumgereicht. Gründer der Titanic waren Chlodwig Poth, Hans Traxler und Friedrich Karl Waechter vom Satiremagazin Pardon, das seit 1962 erschien, außerdem Peter Knorr, Robert Gernhard, Bernd Eilert, F.W. Bernstein und Eckard Henscheid. Das Magazin wurde zunächst von dem Hamburger Verleger Sondermann herausgegeben, im Frühjar 1988 dann an die Berliner Elefanten Press GmbH verkauft. Mit Prozessen, die von Papstbeleidigung bis zu Grundrechtsverletzungen reichten, ist die Zeitschrift reich gesegnet. Gleich die erste Nummer war wegen Verletzung der Bundespräsidentenehre von einer einstweiligen Verfügung bedroht. 1995 wurde ein Titelbild verboten, das den damaligen schleswig-hollsteinischen Ministerpräsidenten Björn Engholm in Anlehnung an den Tod Uwe Barschels in der Badewanne zeigte. Engholm erstritt darüber hinaus 40 000 Mark Schmerzensgeld. Der Zusatz "geb. Mörder" unter dem Bild eines Soldaten wurde dagegen 1992 vom Bundesverfassungsgericht als Äußerung deklariert, die vom Grundrecht der Meinungsfreiheit geschützt sei.

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