Zeitung Heute : Deutsche halten nichts von der Schule

Der Tagesspiegel

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger halten die Ausbildung an deutschen Schulen für ungenügend. Sie seien der Meinung, dass das Schulsystem verändert werden müsse, damit Deutschland im internationalen Vergleich mithalten könne. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Die Meinungsforscher hatten im Februar 2117 Männer und Frauen von 16 Jahren an befragt. Hintergrund war das schlechte Abschneiden deutscher Schüler in der Pisa-Studie.

Die Deutschen bezweifelten zunehmend, dass die Jugendlichen in der Schule ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet werden. 79 Prozent der Befragten glaubten nicht, dass in der Schule gesellschaftlich relevantes Wissen vermittelt werde. 1994 hätte die Zahl der Skeptiker noch bei 65 Prozent gelegen. Bei den schulischen Inhalten sollte nach Meinung jedes zweiten Befragten vor allem Wert auf die Allgemeinbildung gelegt werden, heißt es weiter. Dies sei notwendig, weil es bei der Berufswahl immer mehr auf Flexibilität ankomme: Junge Menschen müssten sich zunehmend darauf einstellen, im Laufe ihres Lebens mehrere Berufe zu erlernen. dpa

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