Zeitung Heute : Deutsche Zentrale für Tourismus: Werbeaussagen in der Kritik

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Die Werbeaussagen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) geraten in die Kritik. Deren wiederholte Behauptung, die Bundesrepublik sei das "beliebteste Reiseziel der Deutschen", ist nach Ansicht des Freiburger Fremdenverkehrsexperten Professor Georg Bleile falsch.

2000 sei "der absolute Tiefpunkt in der langfristigen Entwicklung des Deutschland-Tourismus erreicht worden", so der Fachmann. Nur noch 29 Prozent der Deutschen machten Ferien im eigenen Land. 1990 waren es laut Bleile noch 42 Prozent, und 1995 immerhin 34 Prozent.

Zwar sei es richtig, dass der Marktanteil von Spanien, Italien oder Österreich etwa jeweils nur 15, zehn und sieben Prozent beträgt. Von Interesse für ökonomische Analysen sei jedoch nur "die Gegenüberstellung der Zahl der Urlaubsreisen im Inland und aller Urlaubsreisen ins Ausland". Dabei komme eben ein Verhältnis von jetzt 29 zu 71 heraus.

Die DZT wirbt im Inland und Ausland für die Bundesrepublik als Reiseziel. Überwiegend aus dem Staatssäckel finanziert, stellte der Bund zuletzt pro Jahr 44 Millionen Mark zur Verfügung. Auch Tourismusunternehmen sind an der Finanzierung beteiligt.

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