Zeitung Heute : Deutschland ist immer noch einer der bevorzugten Standorte in der europäischen Branche

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Von den rund 2,8 Billionen Mark, die 1997 in den 15 Ländern der Europäischen Union in Immobilien investiert wurden, ist mit 31 Prozent der größte Anteil nach Deutschland geflossen. Dies berichtete die Münchener Hypo-Vereinsbank kürzlich. Deutschland gehört nach Belgien, den Niederlanden und Frankreich zu den vier attraktivsten Ländern für Unternehmensansiedlungen. Die Nachfrage werde sowohl bei gewerblichen als auch bei Wohnimmobilien langfristig am höchsten und stabilsten sein, prognostiziert Raymond Trotz, Bereichsleiter Immobilienkunden der Vereinsbank. Während der deutsche Immobilienmarkt sich zur Zeit in einer Stabilisierungsphase mit Aufwärtstrend befinde, erlebten Luxemburg, Großbritannien und die Niederlande eine Boomphase. London sei mit 130 Mark je Quadratmeter der Spitzenreiter unter den europäischen Metropolen. Nach Paris mit 80 Mark pro Quadratmeter und Warschau mit 72 Mark liege Frankfurt als teuerster deutscher Standort mit bis zu 70 Mark auf Rang vier. 1997 seien in den EU-Ländern rund 1,8 Millionen Wohneinheiten fertiggestellt worden. Deutschland liege mit 6,1 Wohnungen pro 1000 Einwohner im Mittelfeld, berichtete die Bank weiter. Spitzenreiter sei aufgrund der EU-Subventionen Irland mit 10,6 Wohnungen. Grund für die leicht überdurchschnittliche Produktion Deutschlands sei die hohe Bautätigkeit in den neuen Bundesländern gewesen. Auf Grund der stabilen Wirtschaftslage und des geringen Risikos werde der Westen Deutschlands zu der langfristig stabilen europäischen Immobilenmarkt-Kernzone gehören. Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Mailand bilden den östlichen Kern, während London, Paris und die Großstädte in den Benelux-Ländern zu den westlichen Kernstandorten in Europa zählen, die dauerhaft Immobilieninvestitionen anziehen werden. Kurzfristig interessante Märkte bleiben aufstrebende Randregionen wie Spanien, die Tschechische Republik, Polen und Ungarn.

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