Zeitung Heute : Dicker Brocken

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Es geht um die Lohnstreifen vieler Arbeitnehmer. Denn in der Metall- und Elektrobranche verdienen 3,6 Millionen Beschäftigte ihr Geld. Bundesweit zählt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall etwa 22 000 Betriebe, davon rund 4600 in Baden-Württemberg mit 870 000 Mitarbeitern, wo am Montag die ersten Streiks stattfinden sollen. In Berlin-Brandenburg sind 1000 Betriebe in der Metall- und Elektrobranche mit 100 000 Beschäftigten registriert. Vor der Tarifrunde 2000, die mit 2,4 und 2,2 Prozent mehr Lohn für die Jahre 2000 und 2001 endete, waren es knapp 3,5 Millionen Beschäftigte. Ein längerfristiger Streik könnte der Branche teuer zu stehen kommen. Nach Berechnungen von Gesamtmetall bedeute jeder Tag, an dem die komplette Produktion stehe, einen Umsatzausfall von 2,8 Milliarden Euro. Zudem müsste der Staat auf 150 Millionen Euro Lohnsteuer und die Sozialkassen auf 220 Millionen Euro Beiträge verzichten. Die Unternehmer der Branche beklagen derzeit einen Rückgang der Auftragseingänge und ungewisse Prognosen für die Zukunft. Von Anfang des Jahres 2001 bis zum Herbst seien die Bestellungen um zehn Prozent zurückgegangen. Und auch die Hoffnungen auf ein Anspringen der Konjunktur seien nicht ausgeprägt: Im Oktober lag der Geschäftsklima-Index so tief im Minus wie zuletzt am Beginn der Rezession 1993. lha

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