Zeitung Heute : „Die anderen haben sich zu früh gefreut“

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Zur FDP: Möllemann und andere aus der FDP haben eine Debatte über Antisemitismus in Deutschland los getreten, die ich für unsäglich halte … Wir können nicht ertragen, dass … aus durchsichtigem politischen Kalkül heraus dumpfe Ressentiments geschürt werden… Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Freien Demokraten wild darauf sind, wieder zu regieren. Aber ich sage, in dieser Formation mögen sie willig zu regieren sein, fähig dazu sind sie nicht.

Zur Agrarwende: Der Skandal um das Nitrofen-vergiftete Getreide zeigt eines: Die von der Koalition durchgesetzte Agrarwende war notwendig und sie ist notwendiger denn je. Und wir werden nicht zulassen, dass diese notwendige Agrarwende an den überkommenen Strukturen des Bauernverbandes zerbricht.

Zur Politik des sozialen Ausgleichs: Wer die Realität kennt, der weiß, Familie und Beruf kriegt man nur zusammen, wenn die Betreuung stimmt und genau das wollen wir. Mit ihrem so genannten Familiengeld wollen CSU und CDU gleichsam eine Küchenprämie für Frauen aussetzen. Wohlgemerkt, es gibt viele Frauen, die sich aus freien Stücken ganz auf Kindererziehung und Familie konzentrieren wollen. Diese Frauen verdienen unseren Respekt und sie haben unsere Unterstützung.

Zur Arbeitslosigkeit: Wir haben es erreicht, dass zum ersten Mal nach einem Konjunktur-Zyklus, der nach unten ging, die Zahl der Langzeitarbeitslosen geringer und nicht größer geworden ist. Wir starten in den Aufschwung mit einem geringeren Sockel an Arbeitslosigkeit als jemals zuvor.

Der Schlussappell: Wer auf halbem Weg Halt macht, der kann nur verlieren, und ich bin sicher, das wissen die Deutschen. Deshalb wollen wir gewinnen, und wir werden gewinnen. Aber klar ist, gewinnen können wir nur zusammen. Die Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, wer nicht rechtzeitig gegen die Gefahr des Rückschritts, gegen die Programme der Intoleranz und der Ungerechtigkeit kämpft, für den kann es nach der Wahl ein böses Erwachen geben. Manche wollen uns schon abschreiben …, und die anderen betrachten diesen Staat als ihre Beute und verteilen bereits die Posten. Das hätten sie gerne. Dennoch, sie haben sich zu früh gefreut: Es kommt nämlich nicht darauf an, wer zuerst los läuft, sondern wer als erster ins Ziel kommt. Und ich bin ganz sicher, als Erste werden wir ins Ziel kommen.

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