Zeitung Heute : Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung verlängert den Vertrag mit den Konsumforschern

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg wird auch künftig die Einschaltquoten für die Fernsehsender messen. Zwischen der GfK und der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sei ein neuer Vertrag bis zum Jahre 2004 mit Option bis 2006 mit einem Volumen von 130 Millionen Mark geschlossen worden, teilte die GfK mit. Mitglieder der AGF sind die ARD, das ZDF, die Pro 7 Media AG, RTL und Sat 1.

Neu ist, dass das Zuschauerverhalten der stärksten Ausländergruppe in Deutschland - der Türken - in Zukunft nicht mehr gemessen wird. Sie fliegen aus dem so genannten Panel, dem 5640 Haushalte zu Grunde liegen, raus. GfK-Vorstandsmitglied Gerhard Kirschner sagte, der Auftrag sei von der AGF erteilt worden. Vertreter der Werbewirtschaft und der Media-Agenturen hätten die Vorgaben erteilt.

Bislang existierte bei der GfK ein Ausländerpanel, das 440 zumeist türkische Haushalte erfasste. Bei der neuen Messmethode werden laut Kirschner in die 5640 Haushalte rund 150 bis 200 ausländische Haushalte einbezogen, aber ausschließlich mit Mitgliedern aus EU-Staaten. Von rund 7,4 Millionen in Deutschland lebenden Ausländern sind 2,1 Millionen Türken.

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