Zeitung Heute : Die ARD blockt die weitere Entscheidung

jbh

Das Projekt einer Deutschen Mediathek im Filmhaus am Potsdamer Platz steht Spitz auf Knopf. Nach einer Gesprächsrunde am Mittwoch abend, eingeladen hatte der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen, soll nach dem Willen der Beteiligten noch im Dezember eine endgültige Entscheidung fallen. Die Deutsche Mediathek befindet sich seit Jahren als eine Art Programmgalerie des deutschen Hörfunks und Fernsehen in der Planung und mit einem Gründungsbüro in einer Vorbereitungsphase. Was noch aussteht, ist eine Einigung über die Finanzierung der jährlichen Betriebskosten. Der Senat ist engagiert, der französische Mischkonzern Vivendi, beteiligt an der Medienstadt Potsdam-Babelsburg und Käufer der Berliner Wasserbetriebe, wird kräftig beisteuern, aber eine Lücke bleibt: in Rede steht eine Summe von drei Millionen Mark jährlich auf fünf Jahre, also 15 Millionen Mark. Nach Aussagen von Gesprächsteilnehmern, darunter Hierarchen privater wie öffentlich-rechtlicher Sender, tut sich die ARD besonders schwer, aus ihren föderalen Häusern das Geld für eine Einrichtung für Berlin einzusammeln. Ohne den ältesten Rundfunkveranstalter in der Bundesrepublik würden Ausstattung, Unterhalt und Attraktivität einer Mediathek aber leiden.

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