Zeitung Heute : Die Berliner Olympia-Teilnehmer: Die Eisprinzessin und der Fußballer

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Fließende Bewegungen auf dem Eis. Zwei Menschen ergänzen sich und bilden ein Gesamtkunstwerk: das Eistanzpaar Kati Winkler und René Lohse. Sieht ihm zu wie zum Beispiel gestern Nacht bei Olympia, klingt es merkwürdig, wie die zwei zueinander fanden: über eine Karteikarte des DDR-Sports.

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Newsticker: Aktuelle Nachrichten von den XIX. Winterspielen sowie weitere Sportmeldungen Kati Winkler trainierte schon als Vierjährige das Eislaufen beim SC Berlin. Als sie 14 war, 1988 merkten ihre Trainer, dass sie im Solo-Eiskunstlauf nicht so recht vorankam. Der Verein baute gerade das Eistanzen aus. "Aber wir hatten keine Jungs für die Mädchen", sagt SC-Trainer Gerd Bertko, der Kati Winkler schon seit zwanzig Jahren kennt. So suchten die Verantwortlichen in der Vereinskartei nach einem Partner für sie. Dort stand René Lohse, geboren 1973 in Berlin, der aber seit Mitte der achtziger Jahre lieber Fußball spielte. Doch er hat sich überzeugen lassen, und die beiden wurden ein sportliches Paar. "Die ganze Euphorie vom Anfang hat gehalten", sagt Kati Winkler. Gleich ihr erster Wettkampf wurde ein Erfolg: Platz Zwei bei der DDR-Meisterschaft. Dann wurden sie die letzten Eistanzweltmeister der DDR und vier Mal Meister im vereinten Deutschland. 1996 zogen beide nach Oberstdorf, um im Bundesleistungszentrum zu trainieren. Sie starten aber weiter für den SC Berlin. 1998 nahmen sie in Nagano zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil.

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