Zeitung Heute : Die besten Aussichten haben Bewerber, die das Handwerk und die Theorie beherrschen

-

Obwohl die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nicht rosig sind, ist der Beruf des Denkmalpflegers beliebt.

Der Weg in den Job führt über die Hochschule oder die Handwerksausbildung. An der Fachhochschule Potsdam bewerben sich auf 30 Studienplätze zum Diplom-Restaurator jährlich etwa 70 Menschen. Kunsthistoriker, Architekten und Bauingenieure drängen in diesen Bereich. Auch Handwerker, wie Tischler, Stuckateure, Maurer, Maler oder Zimmermänner werden in der Denkmalpflege gebraucht. Matthias Vondung, Dozent an der Handwerkskammer Berlin, warnt vor zu großen Hoffnungen. „Für die Denkmalpflege wird immer weniger Geld zur Verfügung gestellt. Etwas mehr Chancen haben Leute, die sowohl eine wissenschaftliche, als auch eine handwerkliche Ausbildung vorweisen können.“ Daneben gibt es auch gute, aber kostenpflichtige private Ausbildungsstätten.

FH POTSDAM

Der Studiengang zum Diplom-Restaurateur an der Fachhochschule Potsdam hat den Schwerpunkt Restaurierung und Konservierung in der Baudenkmalpflege. Das achtsemestrige Studium beinhaltet ein externes Praxissemester. Die Studienvoraussetzungen sind hoch: Neben Hochschul- oder Fachhochschulreife wird ein einjähriges studienvorbereitendes Praktikum erwartet. Wer das erfüllt, muss zusätzlich eine Eignungsprüfung überstehen, bevor es in den Hörsaal geht.

www.fh-potsdam.de

FH KÖLN

Nicht weniger anspruchsvoll sind die Aufnahmevoraussetzungen zum Studium der Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft an der Fachhochschule Köln. Jährlich werden etwa 40 Personen zum Diplom-Restaurator ausgebildet. Diese müssen ein zweijähriges Praktikum vorweisen. Während des Studiums kann man aus vier unterschiedlichen Schwerpunkten wählen. Der Textilrestaurierung werden laut Hochschulangaben die besten Jobchancen in Aussicht gestellt.

http://db.re.fh-koeln.de

TU BERLIN

Kompakter, jedoch nur für Leute mit einem (Fach-) Hochschulabschluss ist das Masterstudium Denkmalpflege an der Technischen Universität. Im Zentrum der dreisemestrigen Ausbildung steht ein pro Jahrgang wechselndes historisches Gebäude, an dem die Bandbreite des Berufs praktisch angewandt wird. Das letzte Semester ist für die Masterarbeit vorgesehen. Großer Vorteil des Studiums: Anders als bei sonstigen Masterstudiengängen, fallen neben den üblichen Semestergebühren keine weiteren Kosten an. http://baugeschichte.a.tu-berlin.de/hbf-msd/index.html

HANDWERKSKAMMER

Die HWK bietet gemeinsam mit dem Restaurierungszentrum Berlin berufsbegleitende Weiterbildungen für Gesellen (Geselle für Instandsetzungsarbeiten in der Denkmalpflege) und Meister (Restaurator im Handwerk) der unterschiedlichsten Gewerke an. Der Unterricht für Gesellenliegt bei 400 Stunden, für Meister sind es 600. Insgesamt dauert die Weiterbildung zwischen einem und eineinhalb Jahren. Meister zahlen 4070 Euro, Gesellen 2450.

www.hwk-berlin.de, www.rzb-ev.de

PROPSTEI FULDA

Verschiedene Zusatzseminare in der Denkmalpflege für Architekten, Ingenieure, Meister und Gesellen bietet die Propstei Johannesberg in Fulda an. Die Fortbildungen dauern teilweise bis zu 16 Wochen. Für Meister liegen die Kosten bei durchschnittlich 3000 Euro.

www.propstei-johannesberg.de ysh

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!