Zeitung Heute : Die Boomregionen

Gute Nachricht für Immobilienkäufer: Niedrigzinsphase wirkt auch 2007 nach

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Auf historischem Tief sind sie inzwischen nicht mehr. Doch bei einem durchschnittlichen effektiven Hypothekenzinssatz von immer noch deutlich unter fünf Prozent steht fest: Die Phase der niedrigen Bauzinsen ist noch nicht vorbei. Mario Deutschländer vom Immobilienzentrum-Nord der Commerzbank Berlin macht jedoch deutlich: „Wer schon länger damit liebäugelt, den Traum von den eigenen vier Wänden wahr zu machen, sollte sich jetzt die günstigen Konditionen und Zinsen sichern.“ Wer dabei vor allem die Wertentwicklung im Auge hat, wird sich auch künftig an drei entscheidenden Faktoren orientieren: Lage, Lage, Lage. Sie wird bestimmt durch gute Verkehrsanbindungen und Einkaufsmöglichkeiten, nah gelegene Kindergärten und Schulen, Freizeitangebote und, natürlich, die Wirtschaftskraft. Wo es Arbeitsplätze gibt, sind Wohnungen gesucht – besonders in den traditionellen Boomregionen der Republik.

Teures München

Die Weltstadt mit Herz und ihr Einzugsgebiet zählen zu den beliebtesten Regionen Deutschlands.

Wegen des stabilen Wirtschaftswachstums, teurerer Rohstoffe und der enormen Nachfrage rechnet

Mario Deutschländer für 2007 mit Preissteigerungen von rund fünf Prozent. Relativ günstige Immobilien gibt es noch im Norden der Stadt – für ein Reihenhaus in einfacher Wohnlage werden dennoch bis zu 340 000 Euro verlangt. Frei stehende Eigenheime kosten bereits in einfacher Wohnlage an die 500 000 Euro, in sehr guter Lage bis zu 1,1 Millionen Euro. Gravierende Unterschiede bei den Eigentumswohnungen: Die Preise reichen von 2500 Euro pro Quadratmeter bis zu 6800 Euro in den besten Lagen. Auf breiter Front steigen auch die Mieten – nur in einfachen Wohnlagen verharren sie zwischen acht und 9,50 Euro. In den südlichen Toplagen und der aufstrebenden Innenstadt sind bis zu 16,50 Euro pro Quadratmeter zu erzielen.

Stabiles Stuttgart

Auch in Baden-Württemberg lässt es sich gut

leben. Doch verglichen mit München ist in der Schwabenmetropole Stuttgart beinahe Bescheidenheit angesagt, was sich schon mit Blick auf die zu erzielenden Mieten ausdrückt.

Florierendes Frankfurt

Stabil und vom Wegfall der Eigenheimzulage unbeeindruckt zeigt sich der Wohnmarkt im wirtschaftsstarken Frankfurt. „Die Preise in der fünftgrößten deutschen Stadt bleiben solide

auf hohem Niveau“, bemerkt Mario Deutschländer.

Schnäppchen in Berlin

Dafür, dass Berlin Deutschlands Hauptstadt ist, sind Wohnungen und Häuser verhältnismäßig günstig zu haben. Beobachter rechnen allerdings damit, dass der Boden bei den Preisen mittlerweile erreicht wurde. Verglichen mit anderen deutschen Großstädten liegen jedoch noch immer echte Schnäppchen in der Berliner Luft. So gibt es im Stadtgebiet frei stehende Eigenheime schon ab 100 000 Euro, im Umland sind sogar Preise ab 80 000 Euro möglich. Für Häuser in guten Lagen werden allerdings in der Stadt wie im Umland bis zu 500 000 Euro verlangt. Besonders en vogue sind „Townhouses“: vier- bis fünfgeschossige Reihenhäuser, oft mit grünen Innenhöfen, Balkonen und großzügigen Dachterrassen. Das urbane Wohnen mit Flair ist durchaus erschwinglich, beginnend bei etwa 250 000 bis 300 000 Euro. Eigentumswohnungen in Berlin gibt es schon ab etwa 600 Euro pro Quadratmeter, in Toplagen werden bis zu 5500 Euro verlangt. Die Berliner Mieten sind nach wie vor nur schwer zu schlagen – beginnend mit drei Euro in einfachen Lagen werden selbst in den besten Gegenden mitunter nicht mehr als sieben Euro

verlangt.

Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, ein Eigenheim zu erwerben, sollte das Gespräch mit seinem Bankberater suchen. Die Experten der Commerzbank kennen nicht nur alle Details, die bei der Planung und Finanzierung einer Immobilie zu beachten sind, sie verfügen auch über eine umfassende Regionalkompetenz.

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