Zeitung Heute : Die Erotik von Gummistiefeln

„To Shoe“ zeigt, wo’s nächsten Winter langgeht

Susanna Nieder

Die Fachmesse „To Shoe“ ist die Art von Veranstaltung, bei der viele Frauen schon am Eingang vor Begeisterung ins Hyperventilieren kämen: Schuhe! Vom Allerfeinsten! Farben von verwaschenem Blau bis zu kräftigem Petrol, von Mauve über Pink bis zu sattem Violett; Schwarz und Braun sind selbstverständlich auch vertreten, besonders bei den Herrenschuhen. Farbe gibt es dort vor allem bei Sportschuhen mit unterschiedlichsten Streifen.

Sportschuhe gibt es natürlich auch für Damen in allen Variationen, dazu Flip-Flops, bunte Holzsandalen und bequeme Schlappen. Auch die gehören mittlerweile zum Luxussegment, wenn sie entsprechend gestaltet sind. Selbst Gummistiefel haben es längst aus dem Schuppen in die besten Schuhläden geschafft – zum Beispiel das spitze, halb hohe, leopardengefleckte Modell.

Bei den eleganten Damenschuhen reichen die Muster von Schlangenhaut über Blumendruck bis zu textilem Karo, es gibt Applikationen wie Spitzenbesatz und Lederblüten, Strassbroschen im Federnest, Riemchen mit Nerzbesatz. Was Formen angeht, ist praktisch alles vorhanden auf dieser Schau für den kommenden Winter: Spitz hält sich, doch runde Kappen sind auf dem Vormarsch, sowohl bei flachen Ballerinas als auch bei hohen Pumps, die an die Mode der vierziger Jahre erinnern. Dicke Plateausohlen wird man ebenso bekommen wie Pfennigabsätze. Der letzte Schrei sind Stiefel mit sehr hohem, schmalem Absatz, leicht angerundeter Kappe und geradem Schaft.

Dazu werden im luftigen weißen Zelt der „To Shoe“ am Potsdamer Platz Accessoires gezeigt, vor allem Taschen und Modeschmuck. Zum zweiten Mal veranstalten die Organisatoren der Modemesse Premium die kleine Schuh- und Accessoire-Schau für Hersteller und Einkäufer aus dem internationalen Luxussegment. Die Ausstellerzahl hat sich gegenüber dem vergangenen September auf rund 130 verdoppelt. Unter ihnen befinden sich internationale Größen wie Kenzo, Escada Sport, Ann Demeulemeester, Dirk Schönberger, aber auch junge Berliner wie Esther Perbrandt und Kaviar Gauche.

„Beim letzten Mal waren wenige Einkäufer da, vielleicht tausend. Dafür waren es die richtigen“, sagt Veranstalterin Anita Bachelin. Auch dieses Mal erwartet sie wieder „die Richtigen“, die in Berlin Besonderes suchen, das sie in Geschäften wie „Vanilla“ in Frankfurt, „Different“ auf Sylt oder „Fidelio“ in Zürich ihrer verwöhnten Kundschaft anbieten können.

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