Zeitung Heute : Die Exzellenz fest im Blick

Mit unserem Strukturplan aus dem Jahr 2004 haben wir die Voraussetzungen geschaffen, unser wissenschaftliches Profil weiter entscheidend zu schärfen. Damals hatten wir sieben Kernbereiche identifiziert, die wir flankierend zu unseren Grundlagenwissenschaften systematisch stärken. Die Herausforderungen der Exzellenzinitiative haben dabei maßgeblich zur weiteren Profilierung der TU Berlin als starke Forschungsuniversität beigetragen. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten auch innerhalb dieses anspruchsvollen Wettbewerbs erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis: Die TU Berlin trat in allen drei Förderlinien um Nachwuchs- und Forschungsförderung sowie um die Bewertung des Zukunftskonzeptes einer Universität an. Auch wenn nicht alle Anträge die angestrebte Förderung erhielten, liegt doch nun ein Zukunftskonzept zur Entwicklung der gesamten Universität vor. Eine bereits in der ersten Wettbewerbsrunde bewilligte Graduiertenschule, die „Berlin Mathematical School“, und zwei hervorragend bewertete Exzellenzcluster, von denen einer jetzt die Förderzusage erhielt, geben unserem Kurs Recht. Mit diesem Schub gehen wir nun daran, das Zukunftskonzept weiter zu entwickeln und die Kernbereiche systematisch auszubauen.

Dass eine Initialzündung – wie jetzt durch die Exzellenzinitiative – uns diesem Ziel näher bringen wird und nachhaltigen Charakter besitzt, zeigt das Beispiel der Berliner Mathematiker, die in einem regionalen und internationalen Netzwerk forschen. Die Anziehungskraft, die das DFG-Forschungszentrum „Mathematik für Schlüsseltechnologien“ und die „Berlin Mathematical School“ unter der Sprecherschaft der TU Berlin ausstrahlen, ist weltweit zu spüren. International renommierte Forscher und junge Talente zieht es zu diesen Leuchttürmen. Nicht nur die beteiligten Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen profitieren von diesen Kooperationsprojekten – auch Berlin als attraktive Metropole des Wissens. Die herausragende Beispielfunktion der Mathematiker sowie der jüngste Erfolg der Chemiker im Exzellenzwettbewerb und der Chemie-Nobelpreis an den Berliner Wissenschaftler Gerhard Ertl übertragen sich auf unsere anderen Forschungsbereiche. Die hervorragenden Leistungen der Elektrotechniker und Informatiker, die ebenfalls mit einem TU-Clusterkonzept im Wettbewerb antraten, bestätigen das. Sie können auf ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft bauen, das die TU Berlin tatkräftig unterstützen wird. All das wäre aber ohne den Enthusiasmus und den Erfolgswillen unserer Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten nicht möglich – eine der wichtigsten Bedingungen für Exzellenz. Dafür und für die sehr gute wissenschaftliche Leistung gilt mein Dank allen Beteiligten.

Der Autor ist Präsident der TU Berlin

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