Zeitung Heute : Die gereckte Faust Gottes: Maradona jubelt in Hamburg

Schlank oder nicht ganz so schlank? Argentiniens Ikone kam mit Tochter Dalma

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Der Mann nimmt seinen Job sehr ernst. Für einen spanischen TV-Sender ist Diego Armando Maradona als Experte bei der WM unterwegs, guckt sich Spiele an und analysiert hinterher. Am Sonnabend saß er in Hamburg beim Spiel seiner Landsleute gegen die Elfenbeinküste im Stadion. Beziehungsweise: stand, tanzte, sprang in die Luft. Und seine „Hand Gottes“, mit der er im WM-Viertelfinale 1986 den Ball ins Tor der Engländer schlug, setzte Maradona diesmal zum Faustballen und Trikotschwenken ein.

Fürs Fernsehen arbeitet Maradona schon länger. Seit vorigem Jahr moderiert er beim argentinischen Sender „Canal 13“ eine eigene Show. „La Noche del 10“, die Nacht der Nummer 10. Da philosophiert er mit Prominenten über Gott, den Ball und das Feld. Und wurde prompt zum schlechtesten Moderator des Landes gewählt.

Aber egal: Eine Legende bleibt eine Legende, schließlich konnten ihm auch seine vielen Drogenskandale, Schulden, gescheiterten Entziehungskuren und seine Kontakte zur italienischen Camorra nichts anhaben. Was zählt, ist sein fußballerisches Talent, und das hat Trainer Max Merkel so beschrieben: „Der kann aus 50 Meter Entfernung mit dem Ball ein Klo treffen.“ Und der Brasilianer Careca, einst Teamkollege beim SSC Neapel, antwortete auf die Frage nach den drei besten Spielern der Welt: „Maradona, Maradona und Careca.“ Wann Diego das nächste Mal als Experte im Einsatz ist? Wahrscheinlich am Freitag in Gelsenkirchen, wenn Argentinien auf Serbien-Montenegro trifft.

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