Zeitung Heute : Die Heimtrainer kommen!

GASAG und Berliner Energieagentur starten Wettwerb. Gewinnen Sie bis zu 20.000 € Förderung für die energetische Modernisierung Ihres Hauses.

Drei Viertel des Energieverbrauchs in Ein- und Zweifamilienhäusern gehen auf das Konto der Heizung: Demnach liegen im Bereich der Heizung auch die größten Einsparpotenziale. Mit einem breit angelegten Wettbewerb will die GASAG jetzt in Kooperation mit der Berliner Energieagentur (BEA) und dem Isover EnergieSparNetzwerk den Beweis dafür antreten, dass im Haushalt deutliche Einsparungen möglich sind. Der Wettbewerb „Die Heimtrainer kommen!“ bildet den Auftakt für das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt „ECHo Action – Energy Conscious Households in Action“ (Energiebewusste Haushalte in Aktion). 300 Berliner Familien werden derzeit gesucht, die sich am Wettbewerb beteiligen möchten.

Was ist die Motivation für Hausbesitzer, sich am Wettbewerb zu beteiligen? „Aktiv Energie einsparen zu wollen und damit nicht nur den eigenen Geldbeutel zu entlasten, sondern auch etwas für eine gesündere Umwelt zu tun“, sagt Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur. Angesprochen sind bei der Aktion Berliner Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die Interesse an der Senkung ihres Heizenergieverbrauches haben und bereit sind, sich dafür auch aktiv einzusetzen.

Ein weiterer Grund: Ein unsaniertes Einfamilienhaus verbraucht durchschnittlich 4.000 Liter Heizöl im Jahr. Das entspricht Heizkosten von rund 3.000 Euro, Tendenz steigend. Durch eine Dämmung der Außenwände oder den Einsatz moderner Heiztechnik können Hausbesitzer den Energieverbrauch um rund 30 Prozent reduzieren und bis zu 900 Euro pro Jahr sparen. Angesichts dieser Zahlen ist es erstaunlich, dass erst knapp die Hälfte der rund 167.000 Ein- und Zweifamilienhäuser in Berlin saniert ist. Denn auch die Umwelt kann profitieren: Um rund 260.000 Tonnen Kohlendioxid könnte man die Berliner Luft entlasten, wenn man auch bei den übrigen Häusern den Energieverbrauch um 30 Prozent senken würde.

Was die Wettbewerbsteilnehmer erwartet, beschreibt Martina Clemens vom GASAG-Marketing: „Die Teilnehmer erhalten exklusive Serviceleistungen, durch die wir sie gezielt bei der Minderung ihres Energieverbrauchs unterstützen. Dazu gehört im ersten Schritt eine Analyse des energetischen Ist-Zustands des Hauses und anschließend eine umfassende Beratung. Anschließend wird nach Lösungen gesucht, alle geforderten Standards der Energieeinsparverordnung einzuhalten beziehungsweise über diese hinaus weitere Einsparpotenziale im Haus aufzustöbern und umzusetzen, was gleichzeitig den Wert der Immobilie steigern kann“, so Clemens.

Insgesamt 30 Preisträger erhalten eine umfassende Vor-Ort-Beratung durch das Coaching-Team der Berliner Energieagentur. Claudia Alt (43) und Michael Aniola (39), Mitarbeiter der Berliner Energieagentur, sind die beiden Spezialisten, die den Wettbewerbsteilnehmern beratend zur Seite stehen und insbesondere die Vor-Ort-Beratung der Preisträger übernehmen werden. Ihr Ziel: Die Beratung rund um die Gebäudetechnik und den Stromverbrauch, die Gebäudehülle und die Wärmeerzeugung sowie die Mobilität.

„Um herauszufinden, wo am meisten Energie gespart werden kann, betrachten wir das Haus ganzheitlich und haben dabei gleich zu Beginn den Energieschwerpunkt des Hauses im Blick: die Beheizung der Räume. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Beschaffenheit und der Zustand des Gebäudes, die thermische Hülle. Die beginnt beim Dach und reicht über die Außenwände und Fenster bis zum Keller – die Bereiche, wo Wärme verloren geht", nennt Michael Aniola einige Beratungsschwerpunkte.

„Weiterer Schwerpunkt ist die Beratung rund um die Gebäudetechnik: Wie wird die im Haus benötigte Energie erzeugt, wo kommt sie her und welcher Aufwand steckt dahinter? Wo liegen mögliche Schwachstellen?“, sagt Beraterin Claudia Alt. Aus dem Vergleich des Ist-Wertes im Haus mit dem Neubaustandard gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) ergibt sich der Handlungsbedarf, den die beiden Coaches ermitteln. „Meine Erfahrung ist, dass man auch mit Wärmedämmung viel Energie einsparen kann. Hier werden wir gemeinsam mit den Hausbesitzern überlegen, welche Maßnahmen geeignet sind“, so Michael Aniola.

Sind die Schwachstellen im Haus ermittelt, zeigen die Berater unterschiedliche Varianten für eine wirtschaftliche Umsetzung auf. Und wieder stehen Entscheidungen an: Womit soll man beginnen – oder soll man besser alles auf einmal umkrempeln? Fragen, die sich mit einem Fachmann an der Seite gezielter beantworten lassen. „Wir geben den Hausbesitzern Empfehlungen und beraten sie über Fördermöglichkeiten“, so Claudia Alt.

Aber nicht nur die 30 Preisträger erhalten eine Beratung, sondern auch alle anderen Teilnehmer. Praktisch erwarten die Teilnehmer interessante Seminare und Veranstaltungen sowie für sie ganz spezifische Tipps. „Ziel ist es, die Energiekosten zu reduzieren, ohne am Wohnkomfort zu rütteln, mehr noch: diesen fühlbar zu steigern“, sagt BEA-Geschäftsführer Geißler. Dazu erhalten alle Teilnehmer auch einen exklusiven Zugang zu einer Internet-Service-Plattform, die ihnen wertvolle Hinweise rund um das Thema Energieeffizienz gibt. Neben der Gebäudesanierung werden dabei auch die Bereiche Strom und Mobilität betrachtet.

Als Ergebnis des Wettbewerbs und der sich anschließenden Beratungsangebote soll in den ausgewählten Haushalten eine durchschnittlich 20-prozentige Minderung des Energieverbrauchs erzielt werden. „In Häusern, in denen Modernisierungen der Gebäudehülle und der Heizanlage realisiert werden, erwarten wir Einsparungen von bis zu 50 Prozent“, so Michael Geißler von der BEA. Aber auch durch kleine Maßnahmen und vor allem durch den bewussten Umgang mit Wärme und Strom kann die Haushaltskasse um rund zehn Prozent Energiekosten entlastet werden. Mitmachen lohnt sich also.

Am Wettbewerb teilnehmen können private Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses in Berlin. Für die Bewerbung reicht es, einen Fragebogen auszufüllen.

Die Teilnahmebedingungen sowie weitere Informationen gibt es unter www.energiesparen-in-berlin.de oder unter der 24-h-Hotline Tel. 0180 1 427242*.

* (3,9 Cent/Min. aus dem Festnetz der Dt. Telekom, abweichender Mobilfunktarif)

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