Zeitung Heute : Die Hoffnungen des Frank Höfle

Für den Einen ist es ein perfektes Rennen, der Andere ist enttäuscht, dass er keine Medaille gewonnen hat. Die Ansichten nach dem 20 Kilometer Langlaufrennen der sehbehinderten Männer hätten unterschiedlicher nicht sein können. Aufgrund eines Sturzes verpasste Willi Brem knapp einen Platz auf dem Podest und landete auf dem vierten Platz, trotzdem sei es „das beste Langlaufrennen in meiner Karriere“.

Eigentlich ist der ehrgeizige Physiotherapeut Spezialist im Biathlon. Aber auch der Langlaufwettbewerb habe gezeigt, dass die Laufform passe, sagt er und fügt dann noch hinzu: „Nun muss ich nur noch beim nächsten Biathlonrennen die gleiche Leistung auf der Loipe bringen.“

Überrascht von Brems Platzierung war auch sein Teamkollege und Konkurrent Frank Höfle. Der Routinier im Langlauf erhoffte sich von diesem Rennen eine Medaille. „Doch leider waren die anderen besser“, bilanziert er. „Der Favorit und Gewinner McKeever war gar nicht so weit weg, aber ich war sehr überrascht von Vasili Shaptsiaboi, der Dritter wurde, und auch von Willi Brem.“ Für Höfle, der seit 1984 regelmäßig an Paralympics teilnimmt, soll Vancouver die letzte Station sein. „Sonst lässt sich meine Frau scheiden“, fügt er lachend hinzu. Deshalb wünscht sich Höfle sehr, in den nächsten Rennen mit einem Platz auf dem Podest belohnt zu werden.

Elisa Kremerskothen, 18 Jahre

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