Zeitung Heute : Die Ich-Erzähler

Flucht und Vertreibung – wie kann man daran angemessen erinnern? Fragen wir die neuere deutsche Literatur. / Von Stephan Braese

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„Die Texte von Jirgl, Grass und Treichel stehen für Versuche der neuesten Zeit, eine Sprache der Erinnerung zu finden, die von Flucht und Vertreibung im Bewusstsein der deutschen Schuld an Krieg und Massenvernichtung zu sprechen vermag.“

Spätestens seit dem Erscheinen von Günter Grass’ „Im Krebsgang“ im Februar 2002 sind Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten fest in der öffentlichen Diskussion verankert. Das von den Vertriebenenverbänden lancierte Projekt eines „Zentrums gegen Vertreibungen“, aber auch die Bemühungen, den 5. August, Tag der Unterzeichnung der Charta der Vertriebenen im Jahr 1950, als offiziellen Gedenktag einzuführen, werden dazu beitragen, dass die Debatte um die Bedeutung von Flucht und Vertreibung für das Selbstverständnis des Landes und seiner Bevölkerung anhält – mit einem Höhepunkt in rund zwölf Monaten, wenn sich die Geschehnisse in Folge des Vordringens der Roten Armee Anfang 1945 zum 60. Mal jähren. Im Verlauf der regen Diskussion, die die Novelle des Nobelpreisträgers ausgelöst hatte, wurde wiederholt beteuert, dass das Buch ein Tabu breche, dass die deutschsprachige Literatur versäumt habe, sich dieses Themas anzunehmen, ja, dass Flucht und Vertreibung in der deutschen Öffentlichkeit jahrzehnte, generationenlang nicht hätten erörtert werden dürfen.

Doch auch in vielen jener Rezensionen, die nicht beherrscht waren von der unverhohlenen Lust zur Abrechnung mit den ’68ern, wurde mit eingestimmt in die Legende vom Tabu in Literatur und öffentlichem Leben. Die Hinweise auf Werke von Siegfried Lenz bis Arno Schmidt, von Günter Eich bis Horst Bienek, von Christa Wolf bis Leonie Ossowski, ja, auch Grass selbst, verfingen nicht; desgleichen manche Versuche, an die vielfältigen und weithin sichtbaren Aktivitäten der Vertriebenenverbände zu erinnern, ihre Massenpresse und ihre effiziente politische Lobbyarbeit, die es immerhin vermocht hatte, die völkerrechtliche Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch die deutsche Bundesregierung bis zum Zwei-plus-Vier-Abkommen 1990 zu verhindern. Diese Mischung aus Ausblendungen und Projektionen in vielen Besprechungen täuschte jedoch nicht nur über Tatsachen hinweg. Vor allem verstellte sie auch einige wichtige Einsichten, die in Günter Grass’ „Im Krebsgang“, aber auch anderen literarischen Werken erarbeitet worden waren. Ein genauerer Blick in seinen Text, in Hans-Ulrich Treichels „Der Verlorene“ von 1998 und Reinhard Jirgls im vergangenen Jahr erschienenes Buch „Die Unvollendeten“ zeigt, dass eine heutige ,deutsche’ Auseinandersetzung über Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten vor allem mit zwei komplexen Sachverhalten konfrontiert ist: zum einen mit der Frage nach Schuld und Schuldwissen, zum andern mit den Formen der Weitergabe von einer Generation an die nächste.

Ich-Erzähler in Treichels Text ist ein etwa 13-jähriger Junge, dessen Eltern sich nach der Flucht aus Ostpreußen 1945 in der nordwestdeutschen Provinz niedergelassen haben. Die verlorene Heimat und die Erfahrung der Flucht bestimmen das Lebensgefühl im Elternhaus. „Zuhaus“, das ist ganz selbstverständlich „der Osten“, das Wort „Lastenausgleich“ gehört zu den häufigsten Worten seiner Kindheit, die Soldaten der Roten Armee firmieren in der Rede der Eltern nur als „der Russe“, und was alt und ein wenig verfallen wirkt, nennt der Vater eine „Polenwirtschaft“. Doch das Trauma der Eltern, das im Verlust nicht nur ihrer Heimat, sondern auch des während der Flucht verschollenen erstgeborenen Sohnes gründet, teilt sich nicht eigentlich sprachlich mit, im Gegenteil: Es ist eine Atmosphäre der Bedrückung und Betäubung, in der die Eltern existieren und der Junge aufwächst. Der Umgang des Vaters mit seinem Sohn beschränkt sich auf kurze Befehle und Arbeitsanweisungen, ein Gefühl von Schuld und Scham verfolgt den Jungen dauerhaft, dessen Ursache ihm unbekannt ist. Doch diese Bedrückung beobachtet er auch bei seinen Eltern. Die Mutter sucht sich im Haus abzulenken: „Je mehr sich die Mutter im Haus zu schaffen machte, um so weniger konnten die Scham und die Schuld sich ihrer bemächtigen“; der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Vater, der sich zum Fleischwarengroßhändler fortbildet, sinnt auf permanente Erweiterung seines Betriebes: „Er hätte in Frieden leben können, aber es gab keinen Frieden.“ Eindringlich zeigt Treichel, wie sich dieser Aktionismus im Zeichen des Wirtschaftswunders zerstörerisch gegen die eigene Erinnerung richtet. Dies wird sinnbildlich in der Einplanierung der älteren Nebengebäude des Wohnhauses, die den Vater stets an seine bäuerliche Vergangenheit in der „Heimat“ erinnert hatten, zugunsten der Errichtung einer modernen Kühlhalle. Der Abriss beginnt mit dem Töten der dort untergebrachten Tauben, „die der Vater mit Namen ansprach“ – ein Ausdruck der Zuwendung, der seinem Sohn, so scheint es, seltener, wenn überhaupt, zuteil wird. Beim Abtransport des Bauschutts spürt der Ich-Erzähler den Staub im Mund, der „auch nach dem Futter schmeckt, das der Vater den Tauben in den Schlag gestreut hatte“ – ein Konzentrat, das an das Vernichtete erinnert, einschließlich der Tauben.

Treichels Darstellung verdeutlicht, wie wenig sich das Gedächtnis der Eltern, Vertretern der so genannten „Erlebnisgeneration“, als im eigentlichen Sinn kommunikatives mitteilt, als explizite Erinnerungsrede: als kognitiv kontrollierte und gesteuerte, gar reflektierte und diskursiv verhandelte Überlieferung. Im Gegenteil: Die Erfahrung der Eltern wird elementar, psychisch, in das Kind eingetragen, dessen Körper zu einem gleichsam leiblichen Repräsentanten des vergangenen Geschehens wie ihrer Wirkungen und der gesellschaftlichen Antworten auf sie wird. Erst die Nachgeschichte macht diese Vorgänge erkennbar, treibt jene Symptome hervor, die, so die Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel in einer Zusammenfassung der neueren Forschung, „seit den 80er Jahren in den Falldarstellungen von Psychoanalytikern als ,transgenerationelle Traumatisierung’ beschrieben und als ,Fortwirken des Nationalsozialismus im Unbewussten’ analysiert werden“.

Die Gewalt, die Virulenz dieser Übertragung der traumatischen Erfahrung der Flucht von jener Generation, die sie erfuhr, an die der Nachgeborenen kommt in kaum geringerer Intensität als bei Treichel auch in den Büchern von Grass und Jirgl zum Ausdruck. Nicht zufällig sprechen auch in ihnen Ich-Erzähler der nachgeborenen Generation. Gewiss, anders als bei Treichel werden sie mit manchen Fetzen sprachlicher Erinnerung versorgt. Doch was hier immergleich zu hören war, hat schwerlich allein jene vielfältig beschädigende Gewalt entwickeln können, von der auch diese Hauptfiguren gezeichnet sind. Vor allem an Jirgls Erzählerfigur im großen Schlusskapitel seines Romans wird mit besonderem Nachdruck offenbar, dass der Begriff der transgenerationellen Traumatisierung gerade nicht nur die Überlieferung des Wissens um ein Trauma meint, sondern die Zufügung einer Verletzung an dem Nachgeborenen selbst.

Der 13-jährige Junge in Treichels Erzählung erwägt keine ,Gründe’ dafür, warum seine Eltern über die Ursachen ihrer Bedrückung nicht haben sprechen können. Ob ein aufklärenderer Umgang mit der eigenen Erinnerung ihre Leiden hätte lindern können, muss offen bleiben – die schleichende, unbegriffene Übertragung ihrer Traumatisierung auf ihren Sohn jedoch wäre dann kaum möglich gewesen. Gab es doch ein gesellschaftliches Schweigegebot? Treichel gibt eine aufschlussreiche Antwort. Ohne auszuschließen, dass auch das Maß der individuellen Traumatisierung seiner Figuren ein Sprechen darüber erschwert haben könnte, macht er die gesellschaftliche Wirklichkeit, in der sie sich bewegen, erkennbar als eine politisch-mentale Konstellation, in der jede Erinnerung als störend denunziert wird, die den Geboten des Optimismus und des Aufbauwillens der deutschen Nachkriegsgesellschaften widerspricht. In eindringlichen Episoden zeichnet Treichel eine Gesellschaft nach, die, selbst zutiefst imprägniert von der Ära des Nationalsozialismus, auf Abtötung aller Vergangenheit dringt dort, wo diese Vergangenheit jene seelischen Hypotheken aufzurufen und womöglich als Schadenslast in Rechnung zu stellen droht, die der erst kürzlich beendete Angriffs- und Vernichtungskrieg verursacht hatte. Dieses Gebot stand durchaus nicht im Widerspruch zu den offiziellen und offiziösen politischen Verlautbarungen im Stile von „Dreigeteilt? Niemals!“. Sowohl die Thematisierung von Flucht und Vertreibung als auch die Frage um die Zukunft der ehemaligen Ostgebiete erfüllten wichtige ideologische Funktionen im Kalten Krieg. Doch eine tatsächliche Konfrontation mit der individuellen Erfahrung, der unverwechselbaren Subjektgeschichte und der Dynamik ihrer Traumatisierungsgehalte musste mit ihren womöglich nicht absehbaren Folgen eine politische Gefahr bleiben – ein Risiko in Hinblick auf die risslose Integration der Menschen in die neue westliche Industriegesellschaft. Die Homogenisierung und Standardisierung der Erinnerung, ihre Ent-Individualisierung, die die Vertriebenenverbände nach Kräften vorantrieben, suchte dieses Risiko einzudämmen – neben ihrer Aufgabe, eine ideologische Disposition zur Verstärkung ihrer explizit lobbypolitischen Arbeit zu schmieden. Doch eine solche echte Konfrontation mit dem Trauma barg noch ein spezifischeres, politisch nicht weniger prekäres Risiko – das Aufbrechen eines Schuldwissens.

Schuld und Schuldwissen – spielen sie tatsächlich eine Rolle in der Erinnerung an Flucht und Vertreibung, ja, können sie das? „Der Alte“ in Grass’ Novelle – unschwer als alter ego des Verfassers erkennbar – sagt, dass „die eigene Schuld übermächtig und bekennende Reue vordringlich gewesen“ sei und er deswegen so lange über Flucht und Vertreibung geschwiegen habe. Welche Schuld hier gemeint ist, ist klar – die deutsche Schuld am Angriffskrieg und am Holocaust. Zugleich wird hier erkennbar, dass nicht persönliche, individuelle Teilhabe an den Verbrechen Voraussetzung der so empfundenen Schuld ist – sondern das Wissen um eine unabweisbare Verantwortung für die Schuld der Deutschen an den Verbrechen der NS-Ära. In der Novelle befindet der „Alte“, dass es „nun zu spät für ihn“ sei, und er betraut einen Vertreter der jüngeren Generation, zumindest mit einigen Recherchen zum Unglück der „Gustloff“ zu beginnen – einem Journalisten, der wenn auch nicht grundsätzlich vom Gefühl einer politischen Mitverantwortung als deutscher Nachgeborener, aber doch von der an sie geknüpften Hemmung des „Alten“ frei ist. Im Grass-Text erscheint die lange Zeit als unaufhebbar empfundene Opposition zwischen Schuld und Trauer um die durch Flucht und Vertreibung erlittenen Verluste in erster Linie als eine notwendige Konsequenz politischer Moral. Das Schuldgefühl selbst gründet in dieser erst in der Nachgeschichte entwickelten Moralität. Waren Schuld und Schuldwissen nicht aber doch noch enger an die Erfahrung der Vertriebenen selbst geknüpft?

Eine Passage in Treichels „Der Verlorene“ gibt einen Hinweis. Im Bericht der Mutter über den Moment, da ihr ihr Erstgeborener abhanden kommt, ist wiederholt vom „Schrecklichen“ die Rede: „Irgendwann, soviel verstand ich“, so der junge Ich-Erzähler, „ist auf der Flucht vor dem Russen etwas Schreckliches passiert. Was es war, sagte die Mutter nicht, sie sagte nur immer wieder, dass auf der Flucht vor dem Russen etwas Schreckliches passiert sei und dass ihr auch der Vater nicht habe helfen können und dass ihr niemand habe helfen können. (…) Das Schreckliche, sagte die Mutter, sei dann insofern doch nicht passiert, als die Russen weder sie noch den Vater erschossen hätten. (…) Andererseits aber, so die Mutter, sei das Schreckliche dann doch passiert.“ Der Kontext scheint eindeutig: Das „Schreckliche“ bezeichnet den sexuellen Missbrauch der Mutter durch einen, vielleicht mehrere russische Soldaten. Doch diese Bezeichnung bleibt dem Ich-Erzähler unklar, wodurch der Terminus „das Schreckliche“, der den Quellpunkt des Leidens seiner Eltern markiert, in seinem Narrativ und dadurch in dem der Erzählung offen bleibt – geöffnet auch für die Bedeutung eines aufkeimenden, stets drohenden Schuldwissens, gefasst in ein Wort, das bezeichnenderweise zugleich radikal wie radikal unscharf ist.

Dass mit Flucht und Vertreibung das „von uns ausgelöste Unrecht auf uns zurückgekommen“ ist, wie Günter Grass in einem Interview formuliert hat – dieses Wissen gehört, oft verborgen, verschoben, abgedrängt, zum Gedächtnis vieler Vertriebener. Das Schreckliche am „Schrecklichen“ des Traumas von Flucht und Vertreibung – es bestand nicht zum Geringsten darin, dass man an seiner Ursache nicht ohne Anteil war. Um so eigentümlicher muten manche Formulierungen in Reinhard Jirgls „Die Unvollendeten“ an, in denen eine prekäre Universalisierung des Vertriebenenschicksals probiert wird. Wenn es im Blick auf das Schicksal von Flüchtlingen aus den einstigen „sudetendeutschen“ Gebieten heißt, dass „immer auf BAHNHÖFEN über Menschen ENTSCHEIDUNGEN gefällt“ werden, „Wo Flüchtlinge sind, sind immer auch Die Lager“, „wieder gepfercht in Güterwaggons tage&nächtelang“, „SIE KOMMEN & HOLEN MICH AB“, wenn die Rede ist von der „Angst der Flüchtlinge, man würde sie hier drinnen zusammenpferchen und die Scheune in Brand setzen … – diese Ur-Angst aller Deportierten“, vom „prüfenden Blick der Selek-Tierer“ oder gar vom Geruch „verschmorten Menschenfetts“ – dann wird hier in genauer Parallelführung zu Schlüsselszenen aus der Geschichte des Holocaust eine Erzählung der Vertreibung verfasst, das die Einheit einer Geschichte des, wie es einmal heißt, „Ewigen Deportierten aus allen Jahrhunderten“ suggeriert.

In der Perspektive einer solchen Universalisierung, die die Vertreibungen des 20. Jahrhunderts als eine letztlich einzige gigantische Menschenrechtsverletzung zusammenzulesen versucht, gerät jede historische Differenzierungsbemühung, der der Unterschied zwischen Ursache und Folge noch etwas sagt, wie ,unversehens’ zu einer „mitleidlosen“ Reaktion ohne Herz und Gefühl für die Opfer. Nicht zufällig setzt auch das Konzept des „Zentrums gegen Vertreibungen“ auf ,Universalisierung’. Erst ganz zuletzt in Jirgls Roman kommt der Ich-Erzähler noch auf „DIE SCHULD“ zu sprechen, auf den „Geruch von Gas“ und fragt: „?Nach wie vielen Jahrhunderten wird das 20. Jahrhundert endlich zu Ende sein, und ?Was kommt ?Wann Danach. Aber: Das 20. Jahrhundert, es hat ja soeben wieder begonnen …“

Die Texte von Jirgl, Grass und Treichel stehen für Versuche der neuesten Zeit, eine Sprache der Erinnerung zu finden, die von Flucht und Vertreibung im Bewusstsein der deutschen Schuld an Krieg und Massenvernichtung zu sprechen vermag. Gewiss, diese Versuche sind der Dynamik eines Dilemmas ausgesetzt, das Saul Friedländer einmal, mit Blick auf Deutsche und Juden, in die Worte gefasst hat: „Was für die eine Gruppe traumatisch war, war offenkundig nicht traumatisch für die andere.“ Und erst vor kurzem hat Aleida Assmann auf das Problem der Unvereinbarkeit von Schuld und Leid im Zusammenhang des deutschen Opferdiskurses hingewiesen. Gerade die Literatur vermag deutlich zu machen, wie komplex die Problematik ist, die sich hier auftut. Dennoch, es scheint, als ob es eine geschichtliche Erfahrung dafür durchaus gibt: wie die subjektgeschichtliche, die persönliche Trauer um den Verlust von Angehörigen und Heimat sich verbinden kann mit der Reflexion der deutschen Schuld, ja, in dieser Verbindung gar einen neuen, zukunftsgerichteten Ausdruck zu finden vermag. Die sozialliberale Ostpolitik war einmal ein solcher Ausdruck. Siegfried Lenz, Günter Grass, Marion Dönhoff – sie und viele andere, die sich für diese Politik vor über 30 Jahren engagierten, waren nicht weniger Vertriebene als jene, die in den Verbänden und in den Parteien der parlamentarischen Opposition lauthals den Ausverkauf der deutschen Ostgebiete beklagten. Doch es scheint, als ob diese Erfahrung – der Möglichkeit einer Verbindung von Trauer und Schuldwissen, die zugleich neues Handeln ermöglicht – nie wirklich hat Schule machen können, kulturelles Wissen nie geworden ist.

Der öffentliche Kampf um die Erinnerung an Flucht und Vertreibung und um ihren Ort im deutschen Selbstverständnis wird weiter anhalten; und es kann wenig Zweifel daran bestehen, dass auch in Zukunft mancher politische Diskurs von den vielfältig wirksamen, oft ambivalenten Dynamiken im Gefolge der transgenerationellen Überlieferung, aber auch von Schuld und Schuldwissen geflissentlich absehen wird. Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur ist da weiter. Nichts spricht dagegen, sich ihres Wissens zu bedienen.

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