Zeitung Heute : Die Kasse zählt mit

Was Studenten beim Jobben beachten müssen: Arbeiten neben der Uni kann teuer werden

Fast zwei Drittel aller Studenten arbeite neben dem Studium. Damit der Nebenjob in anderen Bereichen nicht zu Nachteilen führt, ist bei Versicherungen und Einkommen einiges zu beachten.

Viele Studenten sind über die gesetzliche Krankenkasse ihrer Eltern mitversichert. Voraussetzung für eine solche Familienversicherung ist allerdings, dass eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird, erklärt Michael Neugebauer vom AOK-Bundesverband in Berlin. 2009 lag die Grenze bei 360 Euro pro Monat. Dieser Beitrag ändere sich jedes Jahr. Eine Ausnahme bestehe für sogenannte geringfügige Beschäftigungen – also Mini-Jobs auf 400-Euro-Basis. Auch bei diesen Beschäftigungsverhältnissen bleibe die Familienversicherung bestehen.

Will der Student über die Eltern versichert bleiben, darf er darüber hinaus nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, fügt Achim Meyer auf der Heyde hinzu, Generalsekretär beim Deutschen Studentenwerk in Berlin. Das gelte auch, wenn der Betroffene eine studentische Krankenversicherung hat. „Ansonsten könnte man unterstellen, dass sein Schwerpunkt nicht auf dem Studium, sondern auf der Arbeitstätigkeit liegt.“ Ein Kellner-Job am Wochenende kann bei der studentischen Krankenversicherung eine Ausnahme sein. „Wird die Beschäftigung überwiegend am Wochenende ausgeübt, kann die Krankenversicherung des Studenten bestehen bleiben – auch wenn er mehr als 20 Stunden arbeitet“, sagt Neugebauer. Wichtig sei, dass Zeit und Arbeitskraft des Studenten überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden. Der Einzelfall sollte am besten mit der Kasse abgesprochen werden.

Auch Altersgrenzen sind zu beachten. Die beitragsfreie Familienversicherung gelte nur solange, wie der Student das fünfundzwanzigste Lebensjahr nicht vollendet hat, ergänzt Meyer auf der Heyde. Wehr- oder Zivildienst verlängern diese Frist um ein Jahr. Wer die Familienversicherung nicht als Kind, sondern über de Ehepartner nutzen möchte, müsse die gleichen Einkommensgrenzenbeachten, sagt Neugebauer. Die Altersgrenze falle dann aber weg. dpa

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