Zeitung Heute : Die Königin der Blumen

Rosen werden seit weit über 2000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet – jedes Jahr gibt es neue Sorten

328563_3_xio-fcmsimage-20100319004817-006000-4ba2bbc1a57da.heprodimagesfotos811220100320rosa_hybride.jpg
Bodenbedeckerrosen sind pflegeleicht. Sie bedecken mit ihren langen, nieder liegenden Zweigen den Boden wie mit einem dichten...

Rosen gehören zweifellos zu den beliebtesten Zierpflanzen und haben seit Jahrhunderten einen festen Platz im Garten. Die hinreißende Wandlung von der Knospe bis zur Blüte mit einer Fülle zauberhafter Farben und nicht zuletzt der angenehme Duft vieler Sorten haben sie zur „Königin unter den Blumen“ gemacht.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts kannte man nur Wildarten, die vor allem Burg und Klostergärten schmückten. Anfang des 19. Jahrhunderts widmeten sich die Gärtner allmählich verstärkt der Züchtung von Rosen und ermöglichten es so recht schnell, dass nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Italien und Frankreich eine wahre Flut von Neuzüchtungen entstand. Viele davon gerieten bald wieder in Vergessenheit oder sind nur noch als historische Rosen in Rosarien vorhanden.

Dennoch umfasst das Sortiment inzwischen über 25 000 Rosensorten und jedes Jahr kommen neue dazu. Die Neuheiten werden in elf Sichtungsgärten an verschiedenen Standorten Deutschlands auf Qualität getestet und einige Jahre allen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Neben Schönheit und Reichblütigkeit sind vor allem Gesundheit und Winterhärte wichtige Kriterien für die Bewertung.

Jedes Jahr beurteilt der Arbeitskreis Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) neue Rosen, die dann nach bestandener Prüfung mit dem ADR-Siegel versehen werden. Die Liste umfasst im Oktober 2009 insgesamt 172 Sorten. Die Qualität der Rosen ist neben Standort und Pflege ebenfalls entscheidend, ob sich die Rosen im Garten gut entwickeln und reich blühen. Pflanzen der Güteklasse A müssen mit mindestens drei normal entwickelten und gut ausgereiften Trieben angeboten werden und in der Güteklasse B werden sie mit zwei kräftigen Trieben gehandelt. Bei den Stammrosen soll der Stamm gerade sein und unter den Veredlungsstellen mindestens einen Durchmesser von neun Zentimeter haben.

Gartencenter und Baumschulen bieten Rosen in Containern oder wurzelnackt an. In jedem Fall achte man darauf, dass die Wurzeln nicht zu sehr austrocknen. Ist der Transportweg lang, schützt bei wurzelnackten Rosen ein Foliensack oder das Einwickeln in Folie vor dem Austrocknen. Vor dem Einpflanzen empfiehlt sich, die gesamte Rose für mehrere Stunden oder über Nacht in ein großes Gefäß mit Wasser zu stellen. Kann nicht gleich gepflanzt werden, schlägt man die Gehölze ein und gießt an. Containerpflanzen erhalten ebenfalls reichlich Wasser, damit sie bis zum Pflanztermin nicht austrocknen. Sie können bei frostfreiem Wetter jederzeit gepflanzt werden. Dagegen sollte man wurzelnackte Rosen entweder von Oktober bis November oder im Frühjahr pflanzen. Besonders auf schweren und nasskalten Böden erzielt man bei Frühjahrspflanzung bessere Ergebnisse.

Rosen mögen einen sonnigen Standort, blühen aber auch noch an Orten, wo sie wenigstens einige Stunden am Tag Sonne erhalten. Der Boden soll nährstoffreich und etwas lehmhaltig, aber gut durchlüftet sein, denn stauende Nässe vertragen Rosen nicht. Damit die Wurzeln ausreichend tief in den Boden vordringen können, sollte man ihn bis in eine Tiefe von etwa 50 Zentimeter lockern. Günstig ist, dem Boden Kompost beizumischen, wodurch zu kalkhaltiger oder zu saurer Boden neutralisiert wird.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben