Zeitung Heute : „Die Leute sind aufgeschreckt“

Der Tagesspiegel

Wogegen marschieren Sie dieses Jahr?

Wir treffen uns am Montag um 13 Uhr an der Weltzeituhr, um für die Verhinderung von Kriegen weltweit, gegen jeden krieg und gegen Atomwaffen zu demonstrieren.

Die Teilnehmerzahl sank in den vergangenen Jahren stetig, 2001 kamen gerade 300 Leute. Werden es diesmal mehr?

Knapp 60 Organisationen unterstützen uns in diesem Jahr. Viele junge Leute sind neu dazugekommen. In Universitäten und Schulen gibt es viele Initiativen. Es werden bestimmt mehr als im vergangenen Jahr. Konkrete Zahlen möchte ich aber nicht nennen.

Die Ostermärsche sind in der Zeit des Ost-West-Konfliktes entstanden. Sind sie heute überholt?

Seit dem Ende des Golfkriegs haben die Leute wahrscheinlich gedacht, sie bräuchten nicht mehr auf die Straße zu gehen. Einige waren auch entmutigt. Das ist in diesem Jahr anders. Das Thema Atomwaffen war lange nicht mehr so aktuell wie jetzt, wo im Zuge eines möglichen Irak-Krieges wieder über deren Einsatz diskutiert wird. Die Leute sind aufgeschreckt. Irak liegt ja schließlich nicht auf einem anderen Stern.

Die Fragen stellte Annekatrin Looß.

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