Zeitung Heute : Die Parteien

Harald Martenstein

Die SPD ist oft für Reformen, also für Veränderungen. Vor mehr als 100 Jahren ist sie als Partei der Arbeiter entstanden.

Die CDU hat christliche Wurzeln. Sie ist konservativer als die SPD und hat in Berlin bis vor kurzem regiert. Konservativ heißt: das Bestehende bewahren, sofern man es für gut hält.

Die PDS ist aus der SED heraus entstanden, einer Partei, die früher gegen freie Wahlen war. Heute sagt sie: Wir bereuen, was wir damals gemacht haben. Die PDS ist sozialistisch, das heißt: Der Staat soll möglichst viele Dinge regeln.

Die Grünen sagen: Wir sind die Umweltschutzpartei. Die Grünen sind vor 20 Jahren aus den Bürgerinitiativen gegen Kernkraftwerke und aus der Friedensbewegung entstanden.

Die FDP ist dafür, in möglichst vielen Bereichen ohne den Staat auszukommen. Das nennt man liberal oder freiheitlich.

Es gibt eher "linke" und eher "rechte" Parteien. So sitzen die Parteien auch im Parlament - CDU und FDP rechts, SPD, Grüne und PDS links. Die Unterschiede sind aber heute nicht mehr so groß wie früher.

Links heißt zum Beispiel: vor allem an diejenigen denken, die wenig Geld haben. Überlegen, was man verändern könnte. Dafür eintreten, dass alle die gleichen Rechte und Chancen haben.

Rechts heißt zum Beispiel: auf die Interessen des eigenen Landes besonderen Wert legen. Auf die Tüchtigkeit des einzelnen Menschen vertrauen, gegen Verbrecher hart kämpfen und gegen das Neue eher misstrauisch sein.

Es gibt dabei eine Menge Überschneidungen. Auch ein Linker kann das eigene Land gern haben, auch ein Rechter kann an die Armen denken.

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