Zeitung Heute : Die Polizei schläft im Hotel

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Falls die Berliner Polizei während des Bush-Besuchs ihre Deeskalationstrategie vom 1. Mai fortsetzt, will Hamburgs Innensenator Ronald Schill seine Unterstützung für Berlin abziehen. Dies schrieb er in einem Brief an seinen Amtskollegen Ehrhart Körting. Hamburg stellt für den Bush-Besuch zwei Hundertschaften Polizisten zur Verfügung.

Bundesgrenzschutz und die Bundesländer haben der Berliner Polizei rund 40 Hundertschaften (circa 5000 Beamte) zur Unterstützung während des Aufenthaltes des US-Präsidenten zugesagt. Berlin setzte weitere 5000 Beamte ein. Keine Behörde knüpfte daran Bedingungen, bis auf Schill, der einer „Entsendung Hamburger Polizeibeamter nur aus Solidarität zu unserem Land“ zustimmte. Versagen könne Schill die Unterstützung allerdings nicht, hieß es aus dem Bundesinnenministerium. Nach Artikel 35 Grundgesetz seien die Länder zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung verpflichtet.

Mit rund 10 000 Beamten werden am 22. und 23. Mai so viel Polizisten wie noch nie während eines Staatsbesuches eingesetzt. Am 1. Mai vergangenen Jahres waren rund 9000 Beamte im Einsatz und konnten die Krawalle nicht verhindern.

Untergebracht werden die Beamten in Teilen des geschlossenen Krankenhauses Moabit, in Kasernen und sogar in einem Hotel. Das Neuköllner Estrel habe der Behörde ein gutes Angebot unterbreitet, hieß es gestern.

Die Hilfe muss vom Land Berlin bezahlt werden. Die Kosten dafür schätzte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gestern auf rund drei Millionen Euro.weso

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