Zeitung Heute : Die schönsten Wochen meines Lebens Erinnerungen eines Auszubildenden

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Die Abteilung DeutschJapanischer Jugendaustausch ist Ansprechpartnerin für junge Menschen, die an einem Austausch mit Japan interessiert sind. Hervorzuheben sind insbesondere drei deutsch-japanische Austauschprogramme, die diese Abteilung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) organisiert und durchführt: das Studienprogramm für Fachkräfte der Jugendarbeit, für Jugendleiter und für junge Berufstätige.

Frank Medgyesy (18), der letztes Jahr im November als jüngster Teilnehmer des Deutsch-Japanischen Austauschprogramms für junge Berufstätige Japan live erlebt hat, erinnert sich: „Im Jahr 2004 hatten sich etwa 250 Bewerber – darunter auch ich – gemeldet. Beworben hatte ich mich, weil ich als Auszubildender zum Gebäudereiniger aus dem Dienstleistungsbereich bin und mir von Japan ganz bestimmt etwas abschauen könnte.

Erste Station der Reise war Tokyo, weiter ging es zum Regionalprogramm in den Norden (Präfektur Aomori). Ich sog alles in mich auf, was ich nur konnte: Sehenswürdigkeiten, Essen, den Verkehr und die Bauten, Karaoke, viele neue Menschen kennen lernen. Aber auch ein dreitägiges branchenspezifisches Besuchsprogramm, unter anderem in einem 24-Stunden-Shop, einem Logistikunternehmen und einer Bank sowie jede Menge offizielle Termine haben wir absolviert. Ein weiterer Höhepunkt waren die Tage bei meiner liebenswürdigen Gastfamilie in der Präfektur Aomori. Hier erlebten wir traditionelles japanisches Leben und fühlten uns in den Gastfamilien von Beginn an wie zu Hause. Gemeinsam besuchten wir das Nebuta-Festival, auf dem wir japanische Kultur und Tradition in ihrer Ursprünglichkeit erlebten.

Meine Vorstellungen von Japan und von der japanischen Freundlichkeit wurden nicht enttäuscht. Ich habe in Japan nicht einen Menschen erlebt, der unfreundlich war oder nicht weiterhalf. Da könnten sich viele Deutsche etwas abschauen. So viele Menschen haben sich auch privat ganz stark engagiert und alles gegeben, damit wir uns in Japan wohlfühlen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich war und bin noch immer überwältigt von meiner fernöstlichen „zweiten Heimat“. Diese drei Wochen gehörten zu den schönsten meines Leben. Bei der Vorbereitung im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin haben sich auch alle Teilnehmer kennen gelernt und neue Freundschaften geknüpft. Dieser Austausch hat mein Leben sehr bereichert. Tsp

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